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Podiumsdiskussion – Den Weg weiter öffnen? Queere Erinnerungen zwischen Sichtbarkeit und Weitergabe

Kurfürstendamm 211 10719 Berlin - zum Stadtplan
Mittwoch 01.07.2026 - Anfangszeit: 20:40 Uhr
Kategorie: Kunst
Wir feiern gerne jene, die „den Weg öffnen“. Doch jeder geöffnete Weg ist auch das Ergebnis von Geschichten, Kämpfen und Lebensrealitäten, die ihm vorausgegangen sind. Manche dieser Geschichten sind sichtbar geblieben, andere wurden an den Rand gedrängt, vergessen oder nie festgehalten. Sich mit queerer Erinnerung zu beschäftigen bedeutet deshalb nicht nur, auf Verluste und Leerstellen zu blicken, sondern auch auf das, was weiterlebt: auf Erfahrungen, Netzwerke, kulturelle Praktiken und Formen der Solidarität, die bis heute weitergegeben werden.

Dieses Podiumsgespräch lädt dazu ein, über queere Erinnerung als einen lebendigen Prozess nachzudenken – zwischen Sichtbarkeit und Vergessen, zwischen Archivierung und Weitergabe, zwischen Bewahren und Neuerfinden. Was bedeutet es heute, „den Weg weiter zu öffnen“? Wer findet Eingang in queere Erzählungen, und welche Stimmen fehlen noch immer? Welche Rolle spielen Archive, Museen, Kulturorte und Community-Räume dabei, Geschichten zugänglich zu machen und Verbindungen zwischen Generationen zu schaffen? Und wie können queere Erinnerungen weitergegeben werden, ohne sie festzuschreiben oder zu institutionalisieren?

Anstatt Erinnerung nur als Rückblick zu verstehen, möchten wir sie als Ressource für Gegenwart und Zukunft betrachten: als Möglichkeit, voneinander zu lernen, Kontinuitäten sichtbar zu machen und neue Formen des Austauschs zu schaffen. Denn vielleicht besteht die Herausforderung heute nicht nur darin, neue Wege zu eröffnen, sondern auch darin, die bereits entstandenen Verbindungen zu pflegen und weiterzutragen.

Rund um diese Fragen führen Louise Morel, Luan Pertl und Annabelle Georgen ein Gespräch an der Schnittstelle von Erinnerung, Kultur und Engagement.Mit Simultanübersetzung Französisch / Deutsch.

Im Rahmen der Nächte der Ideen 2026 des Institut français Berlin.

Die Nächte der Ideen wird gefördert durch L’Oréal, Dorint Hotels und Orangina.

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Die Gesprächsteilnehmer:innen

Louise Morel ist Schriftstellerin. Geboren 1990, hat sie drei Bücher beim Verlag Hors d'atteinte veröffentlicht, darunter ein Essay über Lesbianismus, Comment devenir lesbienne en 10 étapes (2022), das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, darunter ins Deutsche unter dem Titel Lesbisch werden in 10 Schritten (Ullstein, 2025, Übers. Lisa Wegener). Sie leitet Schreibwerkstätten, begleitet andere Autorinnen in ihrer Arbeit und verfasst einen Newsletter, Le Grain, der von mehr als 7.000 Menschen gelesen wird.

Luan Pertl leitet gemeinsam mit Dr. Birga Meyer das Schwule Museum in Berlin, Luan Pertl ist auch Systemischer Organisationsberater* und International Intersex Human Rights Defender. Queere Erinnerungskultur vor allem von trans* inter* und nicht binären Menschen ist Luan ein wichtiges Anliegen, beruflich, aber auch auf privater Ebene. Fragen wie, wie wird erzählt, wer erzählt und was davon darf eigentlich Sichtbar gemacht werden, vor allem wenn es Themen wie Transition, Deadnaming und Medikalisierung in Biografien geht.

Annabelle Georgen (Moderation) ist Journalistin, seit 15 Jahren in Berlin ansässig und spezialisiert auf Kultur, LGBTIQA+ und feministische Themen. Sie arbeitet regelmäßig mit den queeren Magazinen Siegessäule (auf Deutsch), 360.ch und Strobo (auf Französisch) zusammen. Sie moderiert regelmäßig Q&As und Podiumsdiskussionen bei Festivals und Kulturveranstaltungen, unter anderem bei der Vorpremiere von La petite dernière im Kino Delphi Lux mit Nadia Melliti und Hafsia Herzi sowie bei der Vorführung von Ich bin Anastasia der Queer Media Society im Klick Kino mit Anastasia Biefang und Thomas Landenburger.

von: institutfrancaisberlin

Mehr Infos im Internet:

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