Beinah fünfzehn Jahre schon ist es her, dass Mia die deutsche Provinz verließ, um nach Paris zu erobern. Inzwischen ist die Stadt ganz die ihrige geworden, und das hört man ihrer Musik auch an: in alter Chansontradition, nur von Gitarrenklängen begleitet, singt Mia zartweich vom Leben, der Liebe und dem Verlust. Ihre Lieder tragen die Wärme der Melancholie ebenso in sich wie den freudigen Übermut; und dank des beinah brüchigen Hauchs der Stimme stellt sich eine Vertrautheit ein, ein wohliges Gefühl wie nach dem ersten Glas Rotwein.