Mit den Vogelgesängen, den Chant des oyseaulx, begeben wir uns auf eine doppelte Reise - in den Frühling und in die Ursprünge des französischen Chansons. In den mehrstimmigen Liedsätzen der Renaissance begegnet uns eine Vorform, deren Wirksamkeit über die Jahrhunderte nicht nachgelassen und in den zauberhaften Kompositionen Francis Poulencs das 20. Jahrhundert unbeschadet erreicht hat. So wie Poulenc Tradition und Moderne auf das Schönste vereint, so haben bereits seine frühen Kollegen das, was wir heute oft selbstverständlich einer späteren Zeit zuschreiben, in Musik ausgedrückt, die uns zu Herzen und zu Ohren geht und in ihrer Experimentierfreude und Leidenschaft mühelos die Jahrhunderte überspringt. Zeit und Ort: 28. Mai 2016, 20 Uhr, Nikodemus Lirche, Berlin-Neukölln