Die Fotogalerie Friedrichshain zeigt zum Ende des Berliner Schuljahres 2015/2016 in einer zweiwöchigen Ausstellung die interessantesten Ergebnisse aus verschiedenen Foto-Workshops mit Jugendlichen. Bereits im März gab Fotografin Laure Gilquin einen Lochkamera-Workshop für geflüchtete Jugendliche aus Syrien und Afghanistan mit dem Titel „Eine neue Sicht auf Friedrichshain“. Die Teilnehmer bauten sich jeweils eine eigene Lochkamera, fotografierten damit rund um den Helsingforser Platz und entwickelten die Bilder im Anschluss selbst im temporären Labor der Fotogalerie. Die besondere Ästhetik und Formensprache der Lochkamera ermöglicht dabei einen anderen, fast surrealen Blick auf die Umgebung der Galerie. Ende Juni fand unter dem Label Helsingforser Platz für Kunst zum zweiten Mal eine Aktion des Kulturring in Berlin e.V. mit und für Jugendliche des Bezirks statt. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf Portraitfotografie und die Ergebnisse aus diesen Workshops bilden den Kern der Ausstellung. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren kamen über verschiedene Schulen und Freizeiteinrichtungen des Bezirks in die Fotogalerie und wählten aus den in Zweiergruppen entstandenen Portraits ihre Favoriten für die Ausstellung aus. Darüber hinaus wurden Jugendliche aus dem Bezirk eingeladen, sich mit ihren Fotos zu präsentieren. Sowohl Einzelpersonen als auch Fotokurse im Rahmen des Kunstunterrichts reichten ihre Beiträge ein, von denen einige die Ausstellung vervollständigen. Teil des Konzeptes des Helsingforser Platz für Kunst ist es, die Jugendlichen aktiv in die Organisation und Gestaltung der Ausstellung mit einzubinden. Angefangen bei der Klärung der Bildrechte, über das Einsenden der Fotos im richtigen Format mit Bildreferenzen, die Auswahl der Größe für den Druck, das richtige Papier und die Produktion, die Auswahl der Rahmen bis hin zur Hängung und begleitenden Texten. So lernen sie den ganzen Prozess kennen, der zwischen einem guten Foto und einer professionellen Ausstellung liegt.