Daniel Ketteler schreibt Lyrik und Prosa, heute liest er die neueste Sukultur-Veröffentlichung "Zwei Inseln, eine reise", dazu noch neue Gedichte und einen Auszug aus einem unveröffentlichten Roman, der soeben in der Münsteraner Zeitschrift "Am Erker" publiziert ist. Seine Lyrik und Prosa sind von der rauen Realität des Kottbusser Tors in Berlin-Kreuzberg geformt, wo der Autor als Arzt und Psychiater arbeitet. Das bedeutet für ihn nicht, dass kein Platz für Wärme und Humor wäre, vielleicht sogar für einen Funken politische oder spirituelle Utopie. Aber: gibt es Moral in der Literatur? Ein Anrecht aufs Gesehen-werden? Auf Menschlichkeit? Das sind Fragen, die ihn umtreiben und auch schon seine großen literartischen Vorbilder Büchner und Döblin beschäftigt haben.
Daniel Ketteler, geboren 1978 in Warendorf, Arzt und Autor. Einzelpublikationen: Das Knacken in der Rille, Parasitenpresse, 2007. Grauzone, Roman, Verlagshaus Berlin 2012. Lyrik und Prosa in diversen Anthologien und Zeitschriften, zuletzt: Taxi (Hanser Box 2016), Kurzgeschichte; Kurzprosa in: Am Erker (2017); Gedichte in: Kolik, Mosaik und Ostragehege.