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Globale Räume für radikale Solidarität - Leben und Wirken Willi Münzenbergs
Einschränkung: Eintritt ist frei
Mittwoch 07.08.2024
- Anfangszeit: 19:00 Uhr
Einheitsfront gegen den Faschismus, weltweite Solidarität gegen Hunger und Unterdrückung, Mobilisierung der Massen durch Bildung. Willi Münzenberg (1889 – 1940), der sich als Weltreisender der Revolution der jungen kommunistischen Bewegung anschloss, denkt Propaganda, Agitation und Aufklärung neu. Er wird Generalsekretär der weltweit agierenden Internationalen Arbeiterhilfe, Mitglied des ZK der KPD und Reichstagsabgeordneter, arbeitet mit Intellektuellen, Arbeiter:innen und Künstler:innen zusammen. Er gründet, leitet und inspiriert unabhängige publizistische Organisationen und Solidaritätsnetzwerke. Von Lenin unterstützt, von Stalin verfolgt, von den eigenen Genossen aus ihren Reihen ausgeschlossen, sind es deutsche Faschisten, die ihn im Exil in Frankreich in den Tod treiben.Von der SED, die sich seiner Sprache bediente, bewusst in das Vergessen gedrängt, im Westen Unperson, kommt Willi Münzenbergs umfassendes Erbe erst nach 1990 mit Öffnung der Moskauer Archive wieder zum Vorschein. 2012 gründet sich am FMP1 in Berlin das Willi Münzenberg Forum.
Die neue Dauerausstellung „Globale Räume für radikale Solidarität“ beleuchtet das Leben und Wirken von Willi Münzenberg, seine vielfältigen propagandistischen Aktivitäten, die von ihm genutzten Medien sowie sein weitreichendes Netzwerk. Zu sehen sind außerdem temporär zwei Porträts von Willi Münzenberg, geschaffen in Auseinandersetzung mit Peter Weis 'Ästhetik des Widerstands' 1987, des Dresdner Künstlers und Grafikers Hubertus Giebe.
von: MathiasNehls