Der Fairtrade-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg lädt im Rahmen der Europawochen gemeinsam mit der Berliner Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung zum öffentlichen Film- und Diskussionsabend „Made in EU“ ein.
Iva arbeitet in einer Textilfabrik in Bulgarien, wo sie „Made in EU“-Etiketten in Kleidung näht und kaum über die Runden kommt. Sie ist krank, aber darf sich nicht Krankschreiben. Als sie plötzlich neben den Nähmaschinen zusammenbricht, wird sie öffentlich verdächtigt, der erste Covid-Fall Bulgariens zu sein. Die Menschen – von Angst getrieben – stellen sich gegen sie.
MADE IN EU ist ein intensives und aufwühlendes Sozialdrama. Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Stephan Komandarev das bewegende Porträt einer Frau, die am unmenschlichen System zerbricht und offenbart die katastrophalen Arbeitsbedingungen in Europas Textilindustrie.
Im Anschluss wollen wir den Film mit Jule Kautt der Berliner Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung kritisch diskutieren: Was bedeutet das Label „Made in EU“ wirklich? Was hat die EU politisch versäumt, dass solche Ausbeutung innerhalb der Union überhaupt möglich ist und welche Verantwortung trägt die Europäische Union für die Arbeitsstandards in ihren Mitgliedstaaten? Wie baut die Kampagne für Saubere Kleidung öffentlich und politisch Druck auf, um reale Veränderungen zu erreichen?
Und was kann jede*r Einzelne*r von uns durch persönliche Konsumentscheidungen und politisches Engagement ausrichten?
Und was kann jede*r Einzelne*r von uns durch persönliche Konsumentscheidungen und politisches Engagement ausrichten?