Die Künstlerin Felicitas Schwägerl lebt in Berlin und hat letztes Jahr an der Ostkreuzschule für Fotografie ihr Studium mit einer Arbeit über Verschwörungstheorien abgeschlossen.
Es beginnt mit einem Flimmern in der Luft. Ein Summen, das nicht verschwindet, flackerndes Licht im Augenwinkel oder dem Verdacht, dass jemand zuhört. Anomalies bewegt sich durch diesen fiebrigen Zwischenraum: an der Schwelle zwischen Realität und dem Punkt, an dem sie sich auflöst, erforscht das Vorhaben die Verbreitung von Verschwörungstheorien vor dem Hintergrund sozialpolitischer Unsicherheiten und daraus entstehender Ängste. Dabei versetzt sich das Projekt in die Perspektive einer Person, die immer tiefer in diese Welten hineingezogen wird. Schatten bewegen sich am Rand des Blickfelds, subtile Signale und geheimnisvolle Codes tauchen auf, als wollten sie das Verborgene sichtbar machen. Mit selbst geschaffenen Bildern, die an Dokumentation und Beweismaterial erinnern, untersucht Anomalies, wie Wahrnehmung, Neugier und Faszination Wirklichkeit formen und wie Wahrheit in einem verhandelbaren Raum entsteht.
Kommt gerne vorbei. Um 18:00 Uhr gibt es ein gemeinsames Essen!