Das Jahr 2019 ist ein wichtiges Jahr sowohl für die deutsche als auch für die ruandische Geschichtsschreibung. Vor genau 25 Jahren endete der Genozid in Ruanda, in Deutschland fiel die Berliner Mauer vor 30 Jahren. "The Walls We Built" stellt eine Plattform des künstlerischen und politisch-sozialen Austausches da, durch die Künstler*innen aus Ost- und Nordafrika, sowie West-Europa, die sich in ihrer Arbeit mit den Themen von Identität, Mauern, Grenzen und Nation auseinandersetzen, die Möglichkeit bekommen, ihre Kunst und Botschaft nach außen zu tragen. Wie beeinflussen historische Gegebenheiten in einem Land, die Identität jedes einzelnen Bürgers? Wie identifizieren sich vor allem die Generationen der 25- und 30-Jährigen in Ruanda und Deutschland mit diesen Geschehnissen, die sie selbst nicht miterlebt haben? Wie können wir die äußeren und inneren Mauern in unseren Gesellschaften einreißen, eine neue Einheit bilden und gleichzeitig den Bau von neuen Mauern und Grenzen verhindern?
An allen vier Ausstellungstagen ist die Kunstaustellung im Foyer der Universität der Künste kostenlos zugänglich. Do. 3.10.-Sa., 5.10., 14-18 Uhr So., 6.10., 14-16 Uhr
Nach 18 Uhr beginnt jeden Tag ein einstündiges Rahmenprogramm, das von Tag zu Tag variiert:
03.10.19: Vortragsreihe von Zeitzeug(en)*innen des Mauerfalls: persönliche Erlebnisse, und Geschichten von Grenzerfahrungen. (1h); Raum 158 anschließend Soundperformance von Sano Boi & A4 (20min); Innenhof (bei schlechtem Wetter im Foyer).
04.10.19: Podiumsdiskussion über Mauern und Grenzerfahrungen mit Zeitzeug(en)*innen des Mauerfalls und Künstler*innen aus dem Projekt The Walls We Built. (1h); Raum 158
05.10.19: Tanzperformance The Glory of Decay (Sofia Karagiorgou and Polyxeni Angelidou) (25min); Innenhof (beischelchtem Wetter im Foyer)