Nach 1945 errichtete die DDR-Führung mit großem Aufwand repräsentative Sportstätten in Ost-Berlin, die heute fast komplett verschwunden sind. Anhand des Walter-Ulbricht-Stadions, des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks oder der Werner-Seelenbinder-Halle erzählt Ulrich Pfeil von der Enttrümmerung und dem Wiederaufbau der geteilten Stadt. Die Baugeschichten vermitteln nicht nur neue Einblicke in die Ost-Berliner Stadtplanung und Architektur, sondern illustrieren zugleich, wie die SED ihre Herrschaft in den frühen Jahren der DDR durchsetzte. Gerade in Berlin gehörte der Sportstättenbau zum Systemwettstreit im Kalten Krieg. Die SED versuchte, die Überlegenheit des Sozialismus zu demonstrieren – nicht zuletzt über den Stadionbau. Das anschließende Gespräch bietet Gelegenheit, das Thema des Buches mit Blick auf sportwissenschaftliche Aspekte sowie soziale und gesellschaftsstrukturelle Fragestellungen in Bezug auf die DDR und ihre Architektur zu diskutieren.ProgrammBegrüßung: Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer Impuls: Prof. Dr. Ulrich Pfeil, Historiker, Université de Lorraine, Metz Diskussion mit: Dr. Jutta Braun (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Prof. Dr. Ulrich Pfeil und Dr. Harald Engler (Institut für Raumbezogene Sozialforschung Erkner) Moderation: Prof. Dr. Axel Klausmeier
In Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur