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Open Lab Abend: Seegras als vernetztes Material

Alexanderufer 2 10117 Berlin - zum Stadtplan
Donnerstag 18.06.2026 - Anfangszeit: 17:00 Uhr
Kategorie: Wissen live
Wie aus losem Strandgut eine tragende Form entstehen kann: ein Workshop mit Studio Liminal über Seegras, Küstenökologie und handwerkliche Verarbeitung.

Früher wurde Seegras an den Küsten selbstverständlich genutzt, etwa zum Dämmen, Polstern, Flechten oder als Dachmaterial. Heute wird es oft als Strandgut wahrgenommen oder übersehen.

Im Workshop untersucht ihr, wie sich das Material anfühlt, wie es sich verdrehen, flechten, wickeln und verbinden lässt. Mit einer Seildrehmaschine entstehen aus losen Seegrashalmen lange Stränge und Zöpfe. Die Technik ist angelehnt an traditionelle Seegrasverarbeitung und an die Seegrasdächer der dänischen Insel Læsø.

Aus den entstandenen Strängen entwickelt die Gruppe gemeinsam ein Sitzobjekt, das sich als Objekt zwischen Hocker und Materialprobe, Handwerk und Forschung, Strandgut und Ressource, Meer und Innenraum bewegt. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir mit Materialien umgehen, die aus lebendigen Ökosystemen stammen. Der Workshop lädt dazu ein, Seegras als vernetztes Material zu verstehen: als Verbindung zwischen Küstenökologie, Alltagsobjekt, Gestaltung und Verantwortung.

In unserer Workshopreihe mit dem Berlin Open Lab (BOL) könnt ihr mit uns Ideen für die Zukunft der Landwirtschaft sammeln! Taucht ein in die Welt der Designforschung und erkundet, wie alte und neue Methoden dazu beitragen können, Landwirtschaft und Landnutzung nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam mit jungen Forscher*innen des Berlin Open Lab lernt ihr, wie Donuts mithilfe von KI nachhaltiger werden oder stellt aus Urin Dünger her. Ihr überführt alte Salzgewinnungstechniken mit 3D-Druck in die Gegenwart, erforscht das Konzept eines Allmende-Walds und entwickelt smarte Warnsysteme für den Wald. Beim Experimentieren mit Seegras entdeckt ihr ein Ökosystem zwischen Meeresanbau, Forschung und Handwerk.

Kooperation
Das Berlin Open Lab (BOL) der UdK Berlin bringt Forschende und Ideen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um neue Formen des Designs zu ermöglichen. Das Berlin Open Lab ist ein experimenteller Raum für transdisziplinäre Forschungsprojekte an der Schnittßstelle von Technologie, Gesellschaft und Kunst.

Workshopleitung
-> Louis Bindernagel und Laura Laipple

Louis Bindernagel ist Designer, Forscher und Segler. Seine Arbeit verbindet Materialexperimente, Feldforschung und Prototyping. Er untersucht, wie Materialien, Orte und ökologische Systeme in konkrete, benutzbare Formen übersetzt werden können.

Laura Laipple ist Designforscherin und arbeitet zwischen mehr-als-menschlichem Design, planetarem Denken und kritischer räumlicher Praxis. Ihre Arbeiten untersuchen, wie Menschen, Materialien, Technologien und Umwelten voneinander abhängen und wie Gestaltung diese Beziehungen sichtbar machen kann.

Als Studio Liminal haben die beiden an gemeinsamen Projekten in Griechenland und Berlin mit lokalen Gemeinschaften, zirkulären Materialprozessen und öffentlichen Räumen gearbeitet.

Informationen
-> Veranstaltungsort: Workshop Futurium Lab (-1)
-> Eintritt: kostenfrei
-> Veranstaltungssprache: Deutsch
-> Max. Teilnehmer*innenzahl: 20 Personen
-> Teilnahmebedingungen: keine Vorkenntnisse erforderlich

Zugänglichkeit
-> Wir sind ein rollstuhlgerechter Veranstaltungsort.
-> Plätze ohne Bestuhlung stehen Rollstuhlfahrer*innen zur Verfügung.
-> Altersempfehlung: ab 16 Jahre

Zukunft ist für alle da! Das Futurium möchte für alle Menschen zugänglich sein. Wenn es eurerseits weitere Zugangsbedürfnisse gibt, teilt sie uns gern mit. Wir versuchen, sie zu erfüllen: info@futurium.de


Foto & Video
Während der Veranstaltung werden Fotos und Videos gemacht. Wenn ihr nicht abgebildet werden wollt, meldet euch bitte vorab.

Tickets
-> Für diese Veranstaltung benötigt ihr ein Ticket.

Foto: Studio Liminal

von: PR_FUT

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin