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"Bilder der Verbrecher" – Filmische Blicke auf Täter im Nationalsozialismus | im RegenbogenKino

Lausitzer Straße 22 10999 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Eintritt frei, Spenden willkommen
Montag 16.11.2026 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kino
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Der Vater, das Schweigen und Reden. "2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß“ – Regie: Malte Ludin

Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Vergangenheit des Vaters aktenkundig, aber unter seinen Verwandten wird sie beschönigt, geleugnet und verdrängt – mit all der Leidenschaft, zu der nur Familienbande fähig sind.

Malte Ludin nähert sich in diesem Film seinem eigenen Vater, dem NS-Diplomaten Hanns Ludin an.

1941 schickt ihn Hitler als Gesandten in den „Schutzstaat“ Slowakei. Als „Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches“ soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: vor allem die „Endlösung“. Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den Amerikanern an die Tschechoslowakei ausgeliefert, 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Gemeinsam mit seinen Geschwistern spricht der Regisseur offen über Verdrängung, Loyalität und Scham innerhalb der eigenen Familie.

Der Film ist ein seltenes und schonungsloses Dokument darüber, wie NS-Vergangenheit über Generationen hinweg nachwirkt – und wie unterschiedlich eine Familie mit derselben Geschichte umgehen kann. Diese Tatsachen nimmt sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, zum Ausgangspunkt einer schmerzlichen filmischen Auseinandersetzung mit den Legenden, die in der Familie über den Vater kursieren.

War er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher? Auf einmal sind alle bereit zu reden: Die Schwestern, Schwager, Nichten und Neffen.

Die Filmvorführung ist eingebettet in eine kurze Einführung zum Werk und einer abschließenden Diskussion des Gesehenen. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

von: Silke

Mehr Infos im Internet:

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