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"Jetzt ist Sense!" - die Salonreihe über die Endlichkeit unseres Lebens

Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1 10117 Berlin - zum Stadtplan
Donnerstag 15.10.2026 - Anfangszeit: 19:30 Uhr
Literatur, Musik, Gespräche & Informationen:

Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen setzt sich die Salonreihe fort. Wir wollen möglichst heiter und selbstbestimmt leben und ebenso sterben. „Jetzt ist Sense!“ bricht das Schweigen. Vorher denken wir zu wenig über unser Bedürfnis nach Abschied nach. Je mehr wir uns damit beschäftigen, desto kostbarer wird es einen Plan für den Notfall, den individuellen Abschied zu haben. Denn je freier wir damit umgehen, desto leichter wird es. Wir lassen den Tod in unser Leben.

Das Theater ist irgendwann zu Ende. Deswegen müssen wir uns mit den verschiedenen Zugängen zum Lebensende beschäftigen und dabei weder Humor noch Leichtigkeit zu kurz kommen lassen. Wir feiern die letzte aller Partys. Schauen hin und teilen Wissen statt Angst. Ein vielstimmiges Rahmenprogramm aus Literatur, Musik, Gesprächen und Informationen bringt neue Perspektiven. Gestaltet von verschiedenartigen Mitwirkenden. Also: Kommt vorbei! Redet mit! Lebt los! Es gilt die Vielfalt der Gesellschaft zusammenzubringen und Begegnungsorte zu schaffen. Und schon jetzt steht fest, die Steuererklärung vom Vorjahr muss gemacht werden, darauf verzichtet das Finanzamt nicht, auch nicht, wenn man verstorben ist...

Die sechsteilige Salonreihe „Jetzt ist Sense!“ (Ein vergnügt-vielfältiger Abend über die Endlichkeit) geht mit der vierten Veranstaltung weiter. Erneut wechselt die Besetzung. Herzlich eingeladen wird nun am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, 19:30 Uhr. Treffpunkt diesmal: Marie im Bundestag (Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1, 10117 Berlin, im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Eingang direkt an der Spree). Der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Platzkapazität wird um vorherige Anmeldung gebeten
(unter https://luma.com/user/usr-nQFkscofVg2lYny oder per Telefon: 030-206 794 12).

Als Kuratorin der Reihe fungiert Frau zu Kappenstein. Veranstalter des Events ist der Freundeskreis Tina Modotti Archiv e.V., ein gemeinnütziger Verein, und Kooperationspartner der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e.V. (ABSV). Gedankt wird der LOTTO-Stiftung Berlin für die Unterstützung.

Zum vierten Talk mit Musik & Lesung „Jetzt ist Sense“ treten auf: Sigrid Grajek (Moderation), die mexikanische Band Mariachi Internacional El Dorado und die Autorinnen Andra Joeckle, Christine Kahlau, Waltraud Schade sowie Jenny Schon. Mit dabei auch als Special Act ein Gespräch über das Mexikanische Totenfest mit Florence Rojas Keyser und Eleonore Häring de Vázquez.

Zur Salonreihe ist die Anthologie „Schluss! Aus! Sense!“ im Geest Verlag erschienen, herausgegeben von Frau zu Kappenstein und Elke Hübener-Lipkau, Illustration von Antje Püpke. Das Buch ist in jeder Buchhandlung und im einschlägigen Internethandel erhältlich (ISBN 978-3-69064-548-5).

Zum Vormerken auch schon die nächsten Termine von „Jetzt ist Sense!“: Donnerstag, den 12. November 2026; Mittwoch, den 9. Dezember 2026. Hierzu wird rechtzeitig informiert. Die fotografische Dokumentation der Veranstaltung liegt in den Händen von Renate Koßmann. https://geest-verlag.de/ https://geest-verlag.de/news/wolfgang-malischewski-mit-rezension-zu-schluss-aus-sense-%E2%80%93-anthologie-zum-thema-tod-hg-frau-zu https://marieimbundestag.de/ www.calaca.de

Zu den Auftretenden im Einzelnen:

Sigrid Grajek (Moderation): Ist singende Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Seit Mitte der 1980er-Jahre war sie u.a. an Produktionen in der Theatermanufaktur Berlin, dem Stadttheater Bremerhaven, den Berliner Jedermann-Festspielen und bei Off-Produktionen beteiligt. Mitte der 1990er wechselte sie ins Kabarett „Berliner Brett’l“ und verschrieb sich dem traditionellen Berliner Lied und den Chansons der 1920er-Jahre. Seit Schließung des Hauses 2012 ist sie mit wechselnden Pianistinnen/Pianisten freischaffend in Deutschland unterwegs. Mit ihrer musikalischen Biografie „Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen...“ erinnert sie an die große Berliner Volkskünstlerin. In ihrer musikalisch-literarischen Collage „BERLIN: Die 1920er – Eine Stadt im Taumel“ beleuchtet sie seit 2020 mit historischen Texten und Liedern die Schattenseiten der „Goldenen Zwanziger Jahre“. In ihrer Spurensuche auf dem Minenfeld der Sprache „Aufgestanden ist er, welcher lange schlief...“ widmet sie sich Texten und Liedern aus und vor dem Ersten Weltkrieg. www.sigridgrajek.de

Andra Joeckle, in Freiburg/Brsg. geboren. Erst Studentin, dann Dozentin in Paris, Lille, Grenoble. Ihre Dissertation schrieb sie über Uwe Johnson. Ihr Debütroman „Laura und die Verschwendung der Liebe“ erschien im Residenzverlag. Für die ARD schreibt sie Hörspiele („Das Tangotier“, „Die Zecke“) und künstlerische Features. Sie erhielt einen ganzen Cocktail an nationalen und internationalen Preise und Stipendien und war Stadtschreiberin in Hermannstadt. Zuletzt wurde sie 2026 mit dem Alfred-Döblin-Stipendium ausgezeichnet.

Christine Kahlau, geboren 1955, aufgewachsen und in Berlin-Prenzlauer Berg lebend; 1977 Facharbeiter, drei Kinder, 2000 Abschluss als Diplom-Soziologin. Gedichte seit 1984, ab 1985 Lesungen mit musikalischer Begleitung, Veröffentlichungen in Anthologien und Gedichtbänden. Sie ist Mitglied im VS Berlin. Das Thema Tod begleitet sie seit vielen Jahren inhaltlich und emotional. Der Tod ist für sie ein unheimlicher, andererseits rätselhafter und gleichzeitig vertrauter Gesell. Ihm gebührt volle Aufmerksamkeit, die er oft nicht bekommt –aber, auch ihn mal im rechten Moment vergessen zu können und das Leben in vollen Zügen zu genießen. www.gedankenflug.eu

Waltraud Schade, Berlin. Mitglied beim Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller bei Ver.di. Sie schreibt seit langem und immer dann, wenn ihr was einfällt. Diverse Veröffentlichungen.

Jenny Schon lebt in Berlin und ist seit 1995 selbstständige Autorin, Schriftstellerin, Stadtführerin. Diverse Veröffentlichungen Prosa, Lyrik, Essays. Publizistin in Zeitschriften. Preise: 2016 Andreas-Gryphius-Preis, 2018 Preis „Aufstieg durch Bildung“ (Mannheim), Prosapreis der Landschreiber/Münster 2020. Jüngste Veröffentlichungen: 2024, BaumGespräche, Gedichte; „Die Spaziergängerin von Berlin, 25 Jahre Stadtspazierhänge“, Essays, 3. Aufl. 2025; 2025 „An den Marken der Zeit“, Roman über Vertreibung und Ankommen; 2025 „Ohne Frauen wäre Rilke nicht“, Essays zu Rilkes 150. Geburtstag; 2026, „Mauerblümchen“, Erzählungen aus Westberlin, zum 65. Jahrestag des Mauerbaus.

Sowie
Mariachi Internacional El Dorado: gegründet 1994. Die Gruppe entstand aus der Idee, dem Publikum mexikanische Folklore in möglichst authentischer und ursprünglicher Form näherzubringen. Die Mariachis entführen in die musikalische Welt Mexikos! Sie spielen mit mitreißender Begeisterung die Musik der Liebe, Sehnsucht, Freude und Leidenschaft. El Dorado trägt einen wundervollen Teil der mexikanischen Tradition nach Europa und spielt mit großer Begeisterung die romantischen Boleros, Rancheras, Corridos, Sones und Jarabes. Bésame mucho – Cielito lindo – La cucaracha – Son de la negra – Jarabe tapatío, um nur einige bekannte Lieder zu nennen. Der Gesang wird begleitet von Trompeten, Geigen und den typischen Klängen des Gitarrón und der Vihuela.

Special Act: Gespräch über das Mexikanische Totenfest mit Florence Rojas Keyser, die in Cherán, in Mexiko, geboren wurde. Sie studierte Sozialanthropologie an der UAM in Mexiko Stadt und machte ihren Master in interdisziplinären Lateinamerikastudien an der FU Berlin. Sie arbeitet über politische Anthropologie, soziale Bewegungen und Umweltkonflikte. Seit sieben Jahren lebt sie in Berlin. Sie ist im Vorstand Calaca e. V. Und mit Eleonore Häring de Vázquez, Journalistin mit Schwerpunkt Lateinamerika, seit Beginn Mitglied bei Calaca e.V. Mit dem Mexikanischen Totenfest kam sie bereits in den achtziger Jahren in Kontakt, als sie in Mexiko bei UNICEF arbeitete und von einer Kollegin einen Zuckerschädel mit dem eigenen Namen auf der Stirn geschenkt bekam.

Zum Veranstaltungsort:
Marie, das inklusive Bistro im Bundestag. Marie ist ein besonderes Bistro. Denn es ist nicht nur ein Bistro, in dem täglich Gerichte aus frischen Zutaten auf den Teller kommen. Es ist ein Ort, der offen ist für alle. Ob Politikerinnen und Politiker, Touristinnen und Touristen oder Menschen, die einfach lecker essen und die tolle Aussicht genießen wollen – hier ist jede und jeder willkommen. Es ist ein Ort zum Verweilen und Genießen, ein Ort, an dem Vielfalt gelebt wird. Ein Bistro, in dem Inklusion steckt.
Poster: Antje Püpke

von: Andrea-Ellen

Bilder aus Berlin