Der neue Wehrdienst der Bundeswehr ist eine Antwort auf die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen (Ukrainekrieg, NATO, veränderte Weltordnung), stößt jedoch auch auf Kritik. Unklar bleibt, ob das neue Modell den tatsächlichen Personalmangel in der Truppe wirksam entgegenwirken kann oder vor allem Symbolpolitik betrieben wird. Das Prinzip der Freiwilligkeit steht im Spannungsfeld mit Überlegungen zu verpflichtenden Elementen und wirft Fragen nach sozialer Gerechtigkeit auf. Kritisch diskutiert werden auch Eingriffe in die Lebensplanung junger Menschen sowie mögliche Auswirkungen auf Bildung und Arbeitsmarkt.
Zweifel bestehen zudem, ob die Bundeswehr strukturell und materiell ausreichend vorbereitet ist, um zusätzliche Dienstleistende sinnvoll auszubilden. Der Wehrdienst berührt grundlegende Fragen von Verantwortung, möglichem Zwang und dem Verhältnis zwischen Bürger:innen und Staat. Die Veranstaltung nimmt diese Kritikpunkte auf und lädt zu einer offenen, differenzierten Auseinandersetzung ein.
Auf dem Podium: Mike Siebert - Jugendoffizier Berlin bei der Bundeswehr Anton - Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments Tempelhof-Schöneberg
Moderation: Martin Bieber - Referent für Bundeswehr und Gesellschaft bei der Konrad-Adenauer-Stiftung
Um Anmeldung wird gebeten unter: stabi-bzb@ba-ts.berlin.de (030) 90277-6163 oder direkt an der Theke.