Die Veranstaltung beleuchtet die wenig bekannte Geschichte französischer Frauen, die in der NS-Rüstungsproduktion arbeiten mussten.
Camille Fauroux schildert in ihrem Vortrag die Rekrutierung der Frauen zur Arbeit, ihren Alltag in Deutschland und die ihnen auferlegten Einschränkungen. Dabei geht sie insbesondere auf Französinnen ein, die im KZ Ravensbrück inhaftiert wurden. Fauroux diskutiert die Rolle von Quellen und Erinnerungen sowie den heutigen Blick auf diese Zwangsarbeiterinnen. Nach dem Krieg galten sie als „freiwillige“ Arbeitskräfte. Die französische Öffentlichkeit interessierte sich nicht für ihr Schicksal.
Eingeleitet wird die Veranstaltung von einem Überblicksvortrag von Roland Borchers zu Zwangsarbeit in Berlin.
Begrüßung: Sven Kriese, Direktor des Landesarchivs Berlin Hannah Sprute, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Einführung: Dr. Roland Borchers, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Vortrag: Dr. Camille Fauroux, Université Toulouse II Jean Jaurès
Moderation:
Dr. Mareike Vennen, Landesarchiv Berlin
Um 16 Uhr findet eine Kuratorinnenführung durch die Ausstellung „Widerstand – Verfolgung – Deportation. Frauen aus Frankreich im KZ Ravensbrück 1942–1945" statt. Anmeldung: siehe unten.