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Kinonachmittag in der Hansabibliothek: Die Möllner Briefe (+ Filmgespräch)

Altonaer Straße 15 10557 Berlin - zum Stadtplan
Sonntag 22.02.2026 - Anfangszeit: 14:00 Uhr
Kategorie: Kino
Gespräch im Anschluss mit Regisseurin Martina Priessner

Einlass: 13:30 Uhr

Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.

Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen. (Berlinale)

Dokumentarfilm | D 2025 | FSK 12

Der Film „Die Möllner Briefe“ hat u. a. bei der Berlinale 2025 den Panorama Publikumspreis gewonnen.


Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts OFFEN FÜR KULTUR in der Hansabibliothek statt und ist kostenfrei.


Dass vollständige Programm von OFFEN FÜR KULTUR findet ihr hier: www.offen-fuer-kultur.de.


Das Projekt OFFEN FÜR KULTUR wird mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin finanziert.

von: OFK

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin