Die geopolitische Wende 1989 eröffnete das Zeitalter der weltweiten Biennalen, deren Geografie die Westkunst, mit ihrem alten Gegensatz zwischen Zentrum und Peripherie, verabschiedete. Mit dem Ausstellungsprojekt Nothing to Declare? werden diese globalen Entwicklungen dokumentiert. Im Zentrum der Ausstellung steht ein Panorama-Raum als Medieninstallation, der mithilfe umfangreicher Daten den Zeitablauf und die geografische Ausbreitung der globalen Kunstpraxis anschaulich macht. Dabei wird eine Entwicklung erkennbar, die nicht mehr nur als reine Kunstgeschichte zu lesen ist, sondern vielfache Formen der Nacherzählung fordert, geopolitische, soziale, wirtschaftliche oder kulturelle.