Wie habe ich meine ersten Erfahrungen mit der Liebe gemacht? Das zu beantworten, fängt Frauke Tuttlies schon ganz früh an und schildert ihre Herangehensweise so: Ich musste beim Schreiben der „Liebessequenzen“an „Bilder einer Ausstellung“ denken. In seinem Klavierzyklus gestaltet Mussorgsky musikalisch eine Reihe von Bildern, die immer wieder von einer kurzen Promenade unterbrochen werden. Sie zeigt den Besucher beim Gang durch die Ausstellung. Eine Variation der Promenade erklingt übrigens auch am Anfang der „Bilder einer Ausstellung“. Und so ist es in meinen Liebessequenzen, die sich aus vielen kleinen Pixeln zusammensetzen, eingeleitet und unterbrochen von einem Monolog und am Ende steht dann eine Geschichte. Diese Geschichte wird im Laufe der Zeit übrigens – ganz langsam – immer „erwachsener“.
Es liest Lisa Braun (JazzRadio). Die Autorin ist ebenfalls anwesend und signiert.