"Ich bin Franzose, was mir gar nicht passt, geboren zu Paris, das jetzt tief unten liegt; ich hänge nämlich meterlang an einem Ulmenast und spür am Hals, wie schwer mein Arsch hier wiegt."
(Vierzeiler, den Villon nach der Verkündung seines Todesurteils schrieb)
Ein Abend mit den Liedern und Gedichten des spätmittelalterlichen Dichters Francois Villon, geschätzt wegen seiner eindringlichen Gestaltung der stets aktuellen Themen Liebe, Hoffnung, Enttäuschung, Hass und Tod. Eine szenische Lesung, exzellent dargebracht von dem Schauspieler Ralph Grawe, begleitet von frühbarocker Musik von Jacob van Eyck, den Italienern Dario Castello und Bartolomeo Montalbano sowie den Spanischen Virtuosen Diego Ortiz und Bartolomeo de Selma y Salaverde lassen die poetischen Bilder des Dichters zu einem Fest des Klanges werden.
Die Berliner Musiker Susanne Ehrhardt (Blockflöte) und Michael Stöckigt (Cembalo) untermauern mit ihrer virtuosen und stimmungsgeladenen Musik die Balladen und das Testament des Franzosen. Das Erlebnis des Zusammenspiels der drei Künstler verspricht ein Vergnügen zu werden.