Thomas ist vierzehn, geht auf die Hauptschule und hat gerade begriffen, dass es den lieben Gott nicht gibt. Es gibt auch keinen Vater, dafür eine Mutter, die das Leben nur im Suff erträgt. Als jüngster Sproß der Assifamilie des Dorfes kennt er sich mit 14 besser auf den Fluren des Sozialamtes aus als in seinen Schulbüchern. Und da ist noch sein Bruder. Der treibt gerade im Bach an ihm vorbei, tot, und das ganz offensichtlich nicht freiwillig. Mit dem klarsichtigen Stoizismus eines Huck Finn bewegt er sich durch das Minenfeld des Dorfes, das aus Lehrern, Mitschülern und missbilligenden Mitbürgern besteht. Ein Roman, der amüsiert, bis dem Leser die Tränen kommen.