Phantommauer. Der Berliner Mauerweg von Norden nach Süden.
Sie ist unsichtbar geworden, bleibt aber dennoch in der Berliner Landschaft greifbar. Man trifft manchmal zufällig auf sie, an einer Biegung, einer Brache, einem Ufer oder einer Grünanlage. Um sich die Phantommauer* vorstellen zu können, ist eine große Vorstellungskraft notwendig. Denn von der Mauer und ihrem Todesstreifen, der damals West und Ost teilte, ist nicht mehr viel zu sehen. Den heutigen Mauerweg kann man über viele Rad- und Wanderwege erkunden, aber ohne eine gute Karte ist es schwierig, dem Mauerverlauf genau zu folgen. All diese Fotos wurden auf einer Strecke von über 90 Kilometern an der ehemaligen Grenze des Kalten Krieges aufgenommen; vom Norden Berlins in Frohnau bis zum Süden in Lichtenrade. Die Ausstellung "Phantommauer" ist eine Fotoreportage von Alain Le Treut, ein französischer Journalist, der seit 2007 in Berlin lebt.
* eine Anspielung auf die Recherchen über die Phantomgrenzen des Marc Bloch Zentrums in Berlin
Zeit: Dienstag 17. März 2015 um 18 Uhr
Ort: Info-Café Berlin Paris (DFJW) Molkenmarkt 1 10179 Berlin