Protest, Presse und Polizei(gewalt) beim G7.Gipfel
Wie ging die Bewegung mit den Medien, wie gingen die Medien mit der Bewegung um?
Rund 3000 Journalisten ließen sich für das G7-Treffen in Elmau akkreditieren – und vielleicht 30 für den Alternativgipfel in München. Vermutlich nur eine Handvoll mehr berichteten von den Aktionen der Demonstranten in Garmisch-Partenkirchen.
So schienen die Rollen in der Öffentlichkeit klar verteilt: Hier der mediale "Goliath" der G7, der den Liveticker rattern ließ und schöne Bilder vor Bergkulissen erzeugte. Dagegen standen die "Davids" der Stop-G7-Aktionen, die oft über symbolische Proteste nicht hinauskamen.
Wurden von den Aktivisten wirklich alle Möglichkeiten genutzt, die Aufmerksamkeit weg von der G7-Diplomatie hin zu den alternativen Aktionen, Konzepten und Vorschlägen zu ziehen?
Welche Chancen bieten sich überhaupt, gegen die PR-Strategen in den Regierungen Boden gut zu machen? Das Netzwerktreffen soll Bestandsaufnahme und Workshop zugleich sein. Der Anstoß zur kreativen Debatte wird von Gipfelberichterstatter Robert Meyer kommen.