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Dichtung, Performance und Musik: Rituale für die Unsichtbaren

Mehringdamm 61 10961 Berlin - zum Stadtplan
Sonntag 28.02.2016 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Aktuelle Dichtung, Performance und Musik aus Buenos Aires, Berlin und London
Sprache: Spanisch/Deutsch/Englisch

„El fin de la afirmación“ (Das Ende der Affirmation) lautet der Titel einer soeben in Buenos Aires erschienen Anthologie aktueller deutschsprachiger Lyrik. Darin versammelt sind Gedichte, u.a. von Katharina Schultens, Ann Cotten, Max Czollek, Anna Fedorova und Jan Skudlarek, die die Gegenwart kritisch befragen, nach anderen Traditionslinien suchen und an neuen Modellen des Schreibens arbeiten. Die AutorInnen Anna Fedorova und Max Czollek werden Gedichte aus der Anthologie vortragen und die argentinische Übersetzerin Sol Pérez Corti liest die spanischen Versionen.

Anna Fedorova (*1992, Charkiw) studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Tübingen. Sie gründete 2013 das Schreibkollektiv dichterkammer 2013 ebenda. Ein Aufenthaltsstipendium in Durham (UK) wurde vom Kulturamt Tübingen gefördert. Veröffentlichungen u.a. in ]trash[pool Nr. 5 und Lyrik von Jetzt 3 (2015). Sie wohnt in Berlin.

Max Czollek (*1987, Berlin) studierte Politikwissenschaft und promovierte am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin. 2009 gründete er das Berliner Lyrikkollektivs G13. 2013-2015 war er Kurator für das Projekt babelsprech zur Vernetzung junger deutschsprachiger Lyrik. Im Herbst 2015 erschien die Anthologie Lyrik von Jetzt 3 im Wallstein Verlag (hrsg. von Max Czollek, Michael Fehr, Robert Prosser). Seine Gedichtbände Druckkammern (2012) und Jubeljahre (2015) erschienen im Verlagshaus J. Frank.

Für eine ihrer letzten Shows „shortcuts in space and time“ haben sich das Künstlerkollektiv mmmmm / montenegrofisher Konzepte der Psychogeographie, Wissenschaft und Magie zu eigen gemacht. Ein anderes Mal wiederum arbeiteten sie mit einem Schamanen aus der Atacama-Wüste zusammen, um „ein Ritual für die Unsichtbaren“ durchzuführen. Ihre neueste Performance „mummerehlen“ besteht aus Text, Geräusch und Körper – eine Reise zwischen den Zeilen, in mentalen Räumen – auf der Suche nach dem Unbenennbaren. Uns erwartet ein Moment der Trance, eine gemeinsame Erfahrung von Raum und Zeit und ihren (Un)möglichkeiten.

RUDOLF besteht aus Ignatz Bee und Cristian Forte. RUDOLF sind Klangsequenzen, die uns aus der Ferne erreichen: Das rhythmische Fundament des Soundprojekts erinnert hauptsächlich an winterliche Kadenzen. Die Atmosphäre verdichtet sich durch naturalistische Gitarren- und Bassimpulse, analoge Klänge und introspektive Texturen. Eine Veranstaltung organisiert von alba. lateinamerika lesen, Latinale sowie den Verlagen hochroth und Milena Berlin.

von: Lettrétage

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin