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Einkaufen in der Moderne. Die Architektur tschechischer Kaufhäuser 1965–1975

Wilhelmstraße 44 10117 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Eintritt frei
Donnerstag 21.04.2016 bis Freitag 03.06.2016 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kunst
In den architektonisch außerordentlich wertvollen Räumen des tschechischen Botschaftsgebäudes, in dem auch das Tschechische Zentrum seinen Sitz hat, ist in deutscher Premiere eine Ausstellung über die bedeutendsten tschechischen Kaufhäuser zu sehen. Die Entwürfe und Realisierungen dieser Bauten sind für die tschechische Architektur der 1960er und 1970er Jahre von unersetzlicher Bedeutung.
Vorgestellt werden nicht nur die bekanntesten Objekte wie die Kaufhäuser Kotva und Máj in Prag, sondern auch regionale Warenhäuser in Pardubice, Olomouc, Ústí nad Labem oder Plzeň, spezialisierte Kaufhäuser und solche von Produktions- oder Konsumgenossenschaften. Auch das Einkaufszentrum Ještěd in Liberec, das 2009 abgerissen wurde, findet hier Erwähnung. Neben realisierten Bauten zeigt die Ausstellung auch nicht verwirklichte Entwürfe, die der breiteren Öffentlichkeit bis vor Kurzem unbekannt waren – seien es Studien der Architektin Alena Šrámková oder den herausragenden Entwurf für das Kaufhaus Prior in Jihlava von Růžena Žertová. In einem kurzen Überblick werden auch slowakische Kaufhäuser der gleichen Zeit vorgestellt.
„Einkaufen in der Moderne“ ist eine erweiterte Fassung der tschechischen Ausstellung „Kotvy Máje / České obchodní domy 1965–1975“, deren Titel mit den Namen zweier bekannter Prager Kaufhäuser spielt. Autor der Ausstellung ist der Architekt und Architekturhistoriker Petr Klíma von der Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag, der auch stellvertretender Vorsitzender des Vereins Pěstuj prostor in Plzeň ist.
Für das Tschechische Zentrum Berlin wurde die Ausstellung gegenüber der tschechischen und polnischen Fassung, die in Prag, Brno, Olomouc, Liberec, Ústí nad Labem, Bratislava bzw. Szczecin zu sehen war, um mehrere künstlerische Interventionen erweitert. Während Dana Bartoníčková in ihrer Installation den Kaufhausbesuch als sinnliche Erfahrung thematisiert, hält Barbora Šimonová zwei bedeutende Kaufhausbauten von Růžena Žertová sowie die Architektin selbst in bewegten Bildern fest. Im Grenzbereich zwischen freier Kunst und Grafikdesign bewegen sich die Collagen von Martin Czeller, die sich mit visuellem Smog in den Exterieurs der untersuchten Bauten beschäftigen. Ebenfalls zur Ausstellung gehören eine Lichtinstallation der erhaltenen Leuchtschrift PRIOR und ausgewählte Originalzeichnungen von Věra Machoninová und Růžena Žertová.
Vernissage: 21. April 2016, 19 Uhr
Geöffnet: Di – Sa, 14 – 18 Uhr

von: berlin.czech.

Mehr Infos im Internet:

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