Kurz nach der Wende trifft Ostdeutschland die zweite große Entlassungswelle. Vor allem Frauen in Industrie-Großbetrieben der DDR, die gigantische Tagebaubagger steuern, Briketts in Züge verladen und das Chemiewerk Leuna überwachen, verlieren ihre Jobs. Rückblickend erzählen sie selbstbewusst von der Unabhängigkeit, die ihnen ihre Arbeit einst gab. Zwischen verlorenen Utopien und radikalem Umbruch erinnern sie sich an ihren Arbeitsalltag in heute verschwundenen Fabriken und Braunkohlegruben. Ein eindringlicher Film über eine Generation von Frauen, die sich ihren Stolz und Eigensinn bis heute bewahrt hat. Dokumentarfilm, 2025, Regie: Gerd Kroske, 113 Min. Im Filmgespräch: Dr. Henrike Voigtländer (Historikerin und Leiterin des Lernorts Keibelstraße) Moderation: Rebecca Hernandez Garcia (Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.)Vorprogramm
17:30 Uhr: „Die Stasi und die Frauen“. Führung zum Stasi-Unterlagen-Archiv, 75 Min. 17:45 Uhr: Ausstellungs- und Gelände-Führung zum Stasi-Unterlagen-Archiv am historischen Ort, 60 Min. Anmeldung zu den Führungen erforderlich unter: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de Ihre Teilnahme an einer Führung ist erst nach unserer Bestätigung verbindlich reserviert. Das Campus-Kino wird vom Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, dem Berliner Aufarbeitungsbeauftragten und der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. veranstaltet. Medienpartner sind radioeins und Der Tagesspiegel. Das Campus-Kino findet unter Mitwirkung von Stasimuseum, UOKG e. V., DOH Doping Opfer Hilfe e. V. und dem Bürgerkomitee 15. Januar e. V. statt. Eine Veranstaltung im Rahmen des Campus-Kinos Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Campus-Kino".