William Shakespeare – der berühmteste Dichter der Weltgeschichte. Wie entstand sein Werk, das auch heute noch, nach 400 Jahren, auf Bühne und Leinwand fesselt? Über Shakespeares Leben wissen wir so wenig, dass wilde Legenden sich um seine Identität ranken. SHAKESPEARES TRAUMFABRIK nähert sich seinem Schaffen auf einem anderen, neuen Weg. Die Theaterszene seiner Tage war noch ganz neu und daher auch nicht von den Regeln der Gilden bestimmt, die alle anderen Berufsbilder reglementierten. In diesem Freiraum bildeten sich in rasendem Tempo wohl erstmals industrielle Arbeitsstrukturen heraus, was den Einsatz von Kapital und die arbeitsteilige Produktionsweise anging. Bei Meisterwerken wie HAMLET lässt sich anhand der verschiedenen Fassungen nachweisen, dass er den Text in enger Auseinandersetzung mit den anderen Ensemblemitgliedern seiner Theatergruppe entwickelte, vermutlich im Diskussions- und Probenprozess. Die Arbeitsweise der elisabethanischen Theaterautoren weist erstaunliche Parallelen zur heutigen Produktion von Fernsehserien oder Hollywoodfilmen auf.
SHAKESPEARES TRAUMFABRIK von Dag Freyer wird nicht einfach gezeigt, sondern bildet den Ausgangspunkt für eine Live-Performance der beiden Künstler Claudio Vilardo und Sascha Wild. Der Film wird mehrfach durch theatral-musikalische Interventionen aufgebrochen. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen der dokumentarischen Reise in die Arbeitswelt des Dichters und der Neuinterpretation seines Werks auf der Kinobühne. Als verbindendes Element dient der Soundtrack des Films, der von Sascha Wild komponiert und produziert wurde.
Im Anschluss zeigen wir noch eine wunderbar leichtfüßige Verfilmung einer Shakespeare-Sommerkomödie natürlich im englischen Original mit deutschen Untertiteln.
Bei unpassenden Wetterbedingungen zieht die Projektion in den Filmrauschpalast!