Verleihung des DEKALOG-Filmpreises an "Alle meine Väter" von Jan Raiber, an dem Abend wird ebenfalls der prämierte Film gezeigt.
Programm: Begrüßung: Dr. Ernst Ludwig Ganzert, Eikon-Filmproduktion Laudatio: Corinna Kirchhoff, Juryvorsitzende Vorführung des ausgezeichneten Films ALLE MEINE VÄTER, Jan Raiber, 90 Min. Das anschließende Gespräch mit dem Regisseur führt Jurymitglied Peter Paul Kubitz
Zum Film: Der Filmemacher Jan Raiber begibt sich auf eine Identitätssuche, auf der er den schon längst fälligen Kontakt zu seinem leiblichen Vater herstellen möchte.Warum gibt es keine Verbindung, wer hat den Kontakt abgebrochen und warum wurde das Thema immer tot geschwiegen?
Jan beginnt die Suche einzukreisen, die Geschwister, Eltern und Großeltern werden mit dem Vorhaben konfrontiert und auch damit, dies in einem Film festzuhalten. Die Kamera gibt ihm Halt und Mut, der Auseinandersetzung nicht zum wiederholten Male zu entfliehen. Jetzt und hier wird darüber gesprochen, nicht später und nicht irgendwann. Der Bruder ist schockiert, nur Halbbruder zu sein, die Großeltern sind sich nicht sicher, ob der Vater sich freuen wird und die Mutter will nicht gefilmt werden. Jan steht am Gartenzaun seines Erzeugers und traut sich nicht herein. Alte Träume und verschüttete Erinnerungen werden wach.
Und dann kommt ein Brief der Mutter, der versucht aufzuklären, jedoch die Verwirrung nur noch größer macht. Das Geheimnis ist raus und der Film setzt noch einmal bei Null an.