Nach dem Bau der Berliner Mauer wagten viele DDR-Bürger die Flucht über die Tschechoslowakei, Ungarn oder Bulgarien. Einige von ihnen bezahlten den Freiheitsdrang mit ihrem Leben. Bislang jedoch wurde der Zusammenarbeit der sozialistischen Staaten zur Verhinderung von Fluchtversuchen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Eine neue Untersuchung beschäftigt sich mit der heiklen Frage nach der sogenannten „verlängerten Mauer“ und DDR-Todesopfern in Bulgarien. Erstmals konnten dazu auch die bulgarischen Archive ausgewertet werden. Das Ergebnis präsentiert der Autor und Geheimdiensthistoriker Dr. Christopher Nehring. Kooperationspartner ist die Stasi-Unterlagenbehörde BStU. Als Ehrengast hoffen wir die Schwester eines erschossenen DDR-Bürgers begrüßen zu dürfen, dessen Fluchtversuch in den 1960-ern an der bulgarischen Grenze tödlich endete.
Teilnehmer
Dr. Christopher Nehring, Leiter Forschung Deutsches Spionagemuseum
Frau Engelmann, Schwester eines in Bulgarien erschossenen DDR-Bürgers (angefragt)