Zwischen den Extremen: Schönheit und Zerstörung // Schnelllebigkeit und Entschleunigung // Mensch und Experiment // digital und analog. Oliver Blohms neueste Fotografien zeigen die Paranoia unserer Gesellschaft. Mit Polaroid-Filmen und einer 30 Kilo schweren Großformatkamera stellt Oliver Blohm alles, wofür Sofortbild heute steht, grundlegend in Frage: Blohms gewagte, kontinuierliche Experimente und die meist von langer Hand geplanten Shootings entheben das fotografische Medium seiner Schnelllebigkeit. Durch kalkulierte Zerstörungen im fotografischen Prozess, die Verwendung von alten Filmen und seinem ganz speziellen Blick schafft er eine eigene, anachronistische Ästhetik, die mit seinen Motiven verschmilzt. Hybride aus analogen Materialien und Digitalität entstehen: Ob bei Modefotografie, Landschaftsbildern oder Porträts – die Bilder entführen die Betrachter_innen in eine Welt abstrakter Gedankenbilder, fluider Identitätskonzepte und morbider Schönheit. Blohms Fotografien verschaffen einen kaleidoskopischen Einblick in die unendlichen Möglichkeiten der Fotografie. Oliver Blohm, der bereits international gemeinsam mit Gerhard Richter, Georg Baselitz, Ellen von Unwerth und Jack White ausgestellt wurde, wird im Artspace des BIKINI BERLIN eine Einzelausstellung auf 675 m2 gewidmet.
Vernissage: 14. Juli 2017, 18-22 Uhr Finissage: 29. Juli 2017, 18-22 Uhr