Gruppenausstellung mit venezolanischen KünstlerInnen
mit musikalischer Unterstützung durch DJ Lionza (Heavy Salsa) Medicenrolando (Future Bass, Chavez Core) Radio Hobo (Cumbia, Tropical Disco)
Moviendo la Fe – dt. den Glauben bewegen, ist der Titel einer ersten umfassenden Gruppenausstellung aufstrebender venezolanischer Künstler*Innen aller Disziplinen (Malerei, Illustration, Installation, Videokunst, etc.) in Berlin. Kollektiv verhandelt ist es Ziel der Ausstellung, mit künstlerischen Mitteln auf die aktuelle Situation in Venezuela aufmerksam zu machen und in diesem polarisierenden Moment einen Raum der Diskussion zu schaffen.
Moviendo la Fe ist ein Wortspiel, das sich auf den venezolanischen Welthit Moliendo Café (dt. Kaffee mahlen) bezieht. Augenzwinkernd und betroffen zugleich beziehen sich die ausstellenden Künstler*Innen damit auf ihr Heimatland. Zumeist ins europäische Ausland emigriert, sind sie Beobachter*Innen einer wirtschaftlich und sozial eskalierenden Situation in Venezuela. Die Antwort der gezeigten Künstler*Innen auf die politische Frustration im Heimatland ist es, den Glauben zu bewegen. In den Köpfen, aber auch, über Ländergrenzen hinweg.
Fragestellungen zu Neuverortung im Bezug auf die venezolanische Identität und im Hinblick auf die immer mehr schwindenden Erinnerungen an das Heimatland werden in den gezeigten Arbeiten aufgegriffen. Gleichzeitig wird aktiv Stellung bezogen auf das aktuelle politische Geschehen und die Diskrepanz von reproduzierter Wahrheit in der (internationalen) Medienlandschaft und einer gelebten Wirklichkeit junger Venezolaner*Innen im In- und Ausland.