Stella Nikoletta Drossa, selbst gebürtige Deutsche mit griechischen Eltern, erzählt in ihrem Film von starken Frauen und deren Suche nach sich selbst - vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in Griechenland. Dabei begleitet sie über einen Zeitraum von sechs Jahren fünf Frauen um die 30 in Thessaloniki, alle Töchter griechischer Gastarbeiter*innen in Deutschland, die nach Griechenland zurückgekehrt sind und sich dort mit den Auswirkungen der Krise konfrontiert sehen.
Die Regisseurin wurde als Tochter einer Gastarbeiterfamilie in Deutschland geboren und verbrachte ihre Kindheit zu gleichen Teilen in Griechenland und Deutschland. In ihrem Film begleitet sie als stille Beobachterin das Leben der fünf Frauen im Spagat zwischen deutschen und griechischen sozioökonomischen Wirklichkeiten. In intimen Porträts zeichnet sie ein anderes, ehrliches Bild der griechischen Situation, welche ihrer Meinung nach in den deutschen Medien herablassend dokumentiert wird und bei der Bevölkerung auf Unverständnis stößt.
Regie: Stella Nikoletta Drossa GRC/D 2017, 92 min OmU (Griechisch, Deutsch mit engl. Untertiteln)
Im Anschluss ein Gespräch mit der Filmemacherin Stella Nikoletta Drossa.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung bitte unter: https://programm.bildungswerk-boell.de/index.php?kathaupt=11&knr=18-0509&kursname=Wie+Bojen+im+Meer+English+Title+Drifting+Generation
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-StiftungRealisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin