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Mäandernde Lieblinge

Friedelstr 8 12047 Berlin - zum Stadtplan
Samstag 30.06.2018 - Anfangszeit: 20:00 Uhr
Ein Abend über das Mäandern. Lesung mit Tabea Xenia Magyar Jhajha Busard und Frieda Paris

"Mäander ist die Bezeichnung für eine Flussschleife. In der Regel geht der Fluss an solchen Stellen langsamer. Es kommt aber zu Querzirkulationen. Berühren sich zwei Flussschlingen, entstehen mit rasanter Geschwindigkeit Durchbrüche."

Frieda Paris: Konsenswassernächte Die Gedichte von Frieda Paris gleichen „Rückwärtsgängen inwards“, sie suchen verschwindende Momente festzuhalten, die sie auffächern, lebendig halten. Wo das Du sich ins Bild zurückzieht, ist das Ich gefordert, sich in selbstmontierenden Momenten neu zu sammeln und zu entdecken. „versuche mich zusammenzuhalten/ Formen von Montagen/öffne die Liste unserer Dinge/ vergrößere einen Stadtplan indem ich ihn auffalte“. Die Verse collagieren die Wirklichkeit, Zeile um Zeile, brechen Begonnenes ab, führen es an anderm Ort fort, mäandrieren, kondensieren. „versummt ich fahre Wind und davon ob wir morgen schon schreiben was wir heute noch hielten.“ geboren 1986 in Ulm, lebt und schreibt von Wien aus in alle Himmelsrichtungen. BA in Theater,- Film- und Medienwissenschaft (Universität Wien und Sorbonne Nouvelle III Paris). Seit Herbst 2015 Studium der Sprachkunst in Wien (Universität für angewandte Kunst). Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzprosa in Anthologien und Zeitschriften wie z.B. Lyrik von Jetzt 3 (Wallstein 2016), All dies hier, Majestät, ist deins. Lyrik im Anthropozän (kookbooks 2017), Jenny (Institut für Sprachkunst 2018). Wasserglaslesungen und Performances darüber hinaus u.a. im Museion Bozen, Alte Schmiede Wien, Literaturhaus Wien, Meine drei lyrischen Ich’s (München) uvm. Im Oktober 2018 feiert ihr Hörspiel Ruhepuls, Rom Debut beim Deutschlandfunk Kultur.

Tabea Xenia Magyar: Verstockt (Anagramm der excelsior-Passage in Friederike Mayröckers "études") lebt und arbeitet als Choreographin,Performerin, Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und der Schweiz. Sie wurde 1988 in Zürich geboren, wo sie Philosophie, Politikwissenschaft und Französisch studierte. Tabea ist Teil der Kollektive BlingBlingRecycling, Breakfastclub Collective und des Lyrikkollektives G13, mit denen sie regelmäßig auftritt. 2013 erhielt sie zusammen mit Tristan Marquardt den 1. Feldkircher Lyrikpreis, den sie im Jahr darauf jurierte. Dank des Künstlerstipendiums der Villa Decius verbrachte sie 2015 einige Zeit in Krakau. 2017 wurde sie zum danceWeb Stipendium nach Wien eingeladen.

Jhajha Busard: Mäandernde Texte geboren im ersten Zehntel des letzten Zehntels des vergangenen Jahrtausends in D. und dort auch, genauer gesagt am Rande einer mittelgroßen Stadt, aufgewachsen. nach erfolgreichem Abbruch einiger Nebensächlichkeiten (z.b. Schulen, Ausbildungen, Kontakten, Schwangerschaften usw.) lebt sie nun, nach ein einer Reihe von Jahren in einer größeren Stadt, in einer anderen großen Stadt und gibt sich ganz der Kunst des Mäanderns hin. https://www.facebook.com/events/1906262299596272/

von: Ori

Bilder aus Berlin