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Leistungen zu erbringen, die größer sind als man selbst (Ida Dehmel)

Suarezstraße 57 14057 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag 14 - 18 Uhr
Freitag 14.02.2020 bis Sonntag 29.03.2020 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Das Jahresthema 2020 lautet „Impulse. 60 Jahre GEDOK Berlin – für die Zukunft der Künstlerinnen“. Dieses Jubiläum fällt mit dem 150. Geburtstag der jüdischen Kunstmäzenin, Frauenrechtlerin und Gründerin der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V. (GEDOK) Ida Dehmel zusammen (1870-1942). Sie setzte sich für die Gleichstellung der Frauen in den Künsten ein, unterstützte diese in der Bildenden und Angewandten Kunst, der Musik, der Literatur und im Schauspiel sowie Tanz. Unter der nationalsozialistischen Herrschaft verlor sie als Jüdin den GEDOK-Vorsitz und widersetzte sich mit ihrem Freitod 1942 der drohenden Deportation. Ida Dehmels Leitspruch „Leistungen zu erbringen, die größer sind als man selbst“ inspiriert acht Künstlerinnen der GEDOK Berlin zur Präsentation aktueller Positionen aus den Sparten Literatur, Darstellende und Bildende Kunst in den Räumen der Galerie in Berlin-Charlottenburg. Die Französin Roselyne Barone-Mahn thematisiert in Collagen u. a. den Kampf der Künstlerinnen für Freiheit und Unabhängigkeit. Die Japanerin Maiko Date tanzt mit Augenbinden als eingeschränkter Körper, während die Besucher*innen zu ihren Augen werden. Die in Buenos Aires geborene Künstlerin Marula Di Como präsentiert eine interaktive Installation, in der Glückskekse eine entscheidende Rolle spielen. Gabriele Nockers Skulpturen aus Keramik assoziieren Aufbruch, Bewegung, Kursbestimmung, Herausforderung. Die Deutsch-Polin Karina Pośpiech beschäftigt sich mit dem Verlust der Heimat und der Suche danach, dabei entwickelt sie in verschiedenen Techniken künstliche Identitäten und Wahlverwandtschaften. Linda Scheckel zeigt abstrakte Mischtechnik, deren Linien, Verwischungen, Strukturen und Farbe an Kreislauf und ständige Bewegung erinnern. Angelika Schneider-von Maydell porträtiert in dem Zyklus „Ikonen des Zivilen Ungehorsams“ Widerstandskämpfer*innen im Nationalsozialismus und reflektiert Selbstermächtigung und Verantwortung. Im Rahmen einer Lesung zeichnet Jenny Schon aus ihrem Buch „Der Duft der Bücher“ den Lebensweg ihrer Heldin Betty Pütz nach.

Vernissage: Freitag, 14. Februar 2020 um 19 Uhr
Einführung: Bärbel Kirchhoff, Kuratorin

Lesung: Samstag, 7. März 2020 um 16 Uhr
Jenny Schon liest aus ihrem Roman „Der Duft der Bücher“

Finissage: Sonntag, 29. März 2020 um 16 Uhr
Tanzperformance „Alles ist Eins, Eins ist Alles“ von Maiko Date

Ausstellungsdauer: 15. Februar - 29. März 2020

Gefördert durch das Künstlerinnenprogramm der Senatskanzlei für Kultur und Europa

von: Antikmeile

Mehr Infos im Internet:

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