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Surplus von Ingrid Ogenstedt (Di - Sa)

Müllerstr. 146-147 13353 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Di-Sa 12:00 - 19:00
Donnerstag 24.06.2021 bis Mittwoch 21.07.2021 - Anfangszeit: 14:00 Uhr
Kategorie: Kunst
DE

Auf dem Rathausvorplatz neben der Galerie Wedding wird ab dem 24. Juni die Skulptur „Surplus“ von Ingrid Ogenstedt zu sehen sein, kuratiert von Solvej Helweg Ovesen. Auf Einladung der Galerie Wedding hat Ingrid Ogenstedt eine fast vier Meter hohe Skulptur für den Rathausvorplatz in Wedding entwickelt. Die Form erinnert an ein monumentales Tor oder Portal, überwachsen mit Gras. “Surplus” bedeutet Mehrertrag oder Überschuss. Die Arbeit untersucht, wie wir im 21. Jahrhundert wachsen können und ist Teil des Programms “Anders Existieren” in der Galerie Wedding. Das grüne Portal wird bis zum 21. Juli im öffentlichen Raum zu erleben sein. Ogenstedt arbeitet mit großformatigen skulpturalen Projekten und Zeichnungen. Für ihre skulpturalen Arbeiten verwendet sie natürliche Materialien, um die Idee von Natur und Kultur als polare Gegensätze zu hinterfragen. Die Skulpturen werden oft vor Ort gebaut und existieren in einem zeitlich und räumlich begrenzten Zustand. "Der Platz ist eine offene Fläche innerhalb der Stadt. Ein Raum, in dem Menschen interagieren können und auf dem Dinge passieren können. Der Rathausvorplatz ist umgeben von öffentlichen Gebäuden wie der Agentur für Arbeit (Jobcenter), der Stadtbibliothek und dem Bezirksamt. In den letzten Jahren der Covid-Beschränkungen war das Arbeitsamt ein wichtiger Ort und wir leben in einer Zeit, in der Menschen in systemrelevant und nicht systemrelevant eingeteilt werden. Überschuss ist das, was durch Anstrengung und gemeinsames Arbeiten erwirtschaftet wird, ein Zeichen von Reichtum und Wohlstand. Können wir wirklich über unsere gesellschaftliche Relevanz definiert werden?", fragt Ingrid Ogenstedt. Das Gras ist für Ogenstedt ein Zeichen für kultivierte Natur. Natur wird kultiviert, um den menschlichen Zwecken angepasst zu werden – der perfekte Rasen wird geschnitten. Ogenstedt befestigt das Gras auf der skulpturalen Form und gibt ihm Struktur. Mit der Zeit trennt sich das Werk von der Künstlerin und steht für sich selbst, um zu wachsen, zu atmen, zu verrotten oder zu zerfallen. Die Skulptur ist fortlaufend im Wandel. Ingrid Ogenstedt ist eine in Schweden geborene Künstlerin, die sowohl mit großen Skulpturprojekten als auch mit Zeichnungen arbeitet. Sie studierte an der Kunstakademie Umeå, Nordschweden, und bei Prof. Ingo Vetter an der Hochschule für Künste Bremen. Sie hat ortsspezifische Skulpturen für die Luleå Biennale 2020 (SE), Wadden Tide, Blåvandshuk (DK) und Kjerrinøy Land Art Biennale (NO) geschaffen. Sie hat kürzlich ein zweijähriges Arbeitsstipendium des Swedish Art Council erhalten und ist Teil des Goldrausch Künstlerinnenprojekts 2021. Zurzeit lebt und arbeitet sie in Berlin. Für den Aufenthalt auf dem Rathausvorplatz gelten die aktuellen Maßnahmen zum Infektionsschutz. Änderungen werden stets auf unserer Website bekannt gegeben. Informationen zum Programm werden auf www.galeriewedding.de veröffentlicht. EN

From 24 June at 2pm onwards, the temporary sculpture „Surplus“ by Ingrid Ogenstedt will be on view at Rathausvorplatz, curated Solvej Helweg Ovesen. Temporary sculpture „Surplus“ 24 June to 21 July 2021
By Ingrid Ogenstedt, installed on Rathausvorplatz next to Galerie Wedding Curated by Solvej Helweg Ovesen im Rahmen des Ausstellungsprogramms „Existing Otherwise | Anders Existieren“ 2021-22 Opening 24 June 2021 from 2 pmIngrid Ogenstedt has developed an almost four-metre-high sculpture for the Rathausvorplatz in Wedding at the invitation of Galerie Wedding. The structure is reminiscent of a monumental gate or portal, overgrown with grass. The work "Surplus" explores how we can grow in the 21st century and is part of the programme "Existing Otherwise" at Galerie Wedding. The green portal will be on view in public space until 21 July. Ogenstedt works with large scale sculptural projects and drawings. For her sculptural works she uses natural materials as a way of questioning the idea of nature and culture as polar opposites. The sculptures are often built on-site and then exist within a temporary setting and state. "The square is an open glade within the city. A space for people to interact and where events can accrue. The square Rathausvorplatz is surrounded by public buildings such as the employment office, The cities library and the district office. During the past year of Covid restrictions, the employment office has been a vital place and we have been living in a time where people are divided into system-relevant and non-system-relevant. Surplus is what is generated through effort and working together, a sign of wealth and prosperity. Can we be defined through our social relevance?", asks Ingrid Ogenstedt. Ogenstedt considers grass a marker for cultivated nature. Nature is cultivated to suit our human purposes – the perfect grass is cut. Ogenstedt sews the grass to the form and gives it a structure. At some point, the work separates from the artist and stands on its own, to grow, to breathe, to rot or to decay. The transformation is ongoing and a movement in time. Ingrid Ogenstedt is a Swedish born artist who works both with large sculptural projects and drawing. She studied at Umeå Art Academy, north of Sweden and under Prof. Ingo Vetter at the University of the Arts Bremen, Germany. She has created site-specific sculptures for the Luleå Biennale 2020 (SE), Wadden Tide, Blåvandshuk (DK) and Kjerrinøy Land Art Biennale (NO). She recently received a two-year-working grant from the Swedish Art Council and is part of Goldrausch Künstlerinnen 2021 in Berlin, where she is currently based. The current measures to protect against infection apply while spending time on the town hall square (Rathausvorplatz). Updates or changes will continously be published on our website. Please visit our website for further information: www.galeriewedding.de

von: Galerie Wedding

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