Was zeichnet nationalsozialistische Sprache aus? Wie sehr hat sie die deutsche Sprache geprägt? Welche neuen Erscheinungen sind heute zu beobachten?
Ein Tagesseminar im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Der Romanist Victor Klemperer musste im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeit leisten. Unter widrigsten Umständen analysierte er die Sprache des Dritten Reiches. Seine Beobachtungen notierte er in sein Tagebuch – trotz großem Risiko. Dabei folgte er seiner eigenen Forderung an sich: „beobachte, studiere, präge dir ein, was geschieht“. Die Analyse der Sprache des Dritten Reiches half ihm zumindest seine innere Freiheit zu bewahren, „über die Öde der zehn Fabrikstunden [...] hinweg“.
Im Seminar wollen wir gemeinsam über historische und aktuelle Verwendung von ausgrenzenden Wörtern, über ihre Bedeutungen und Beiklänge diskutieren. Texte werden vorab verschickt. Es werden keine besonderen Vorkenntnisse vorausgesetzt. Referent & Seminarleiter: Dr. Falko SchmiederDie Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Demokratie und der Partnerschaft für Demokratie Schöneweide (offensiv´91 e.V.) statt.
Der Workshop ist kostenfrei. Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Bitte melden Sie sich bis zum 8. April per E-Mail an: weber(at)topographie.de