Berliner Buchpremiere der im Frühjahr im AvivA Verlag erschienenen erweiterten Neuausgabe
Moderation: Britta Jürgs
Von der Bernsteinküste auf dem Samland über Usedom, Rügen, Hiddensee und den Darß bis zur mecklenburgischen Ostseeküste: Mit dem Aufstieg der Seebäder im Wilhelminischen Kaiserreich kam sogleich auch der »Bäder-Antisemitismus« auf. »Judenrein!« lautete die Parole an der deutschen Ostseeküste, lange bevor der NS-Staat Wirklichkeit war.
Anhand von historischen Quellen, Tagebucheinträgen, Reiseberichten und Briefen, unter anderem von Else Lasker-Schüler, Joseph Roth, Mascha Kaléko und Victor Klemperer, zeichnet Kristine von Soden ein facettenreiches Bild des sommerlichen Ferienalltags bis 1937, als nahezu alle Ostseebäder und Strände für jüdische Badegäste verboten waren.
Kristine von Soden, Dr. phil., ist gebürtige Hamburgerin und lebt in Schwerin. Als Featureautorin des NDR und DLF sowie als Dozentin an der Hamburger Universität beschäftigte sie sich viele Jahre mit den Biografien jüdischer Wissenschaftlerinnen, Schriftstellerinnen und Künstlerinnen in der Weimarer Republik. Seit ihrer Kindheit dem Meer sehr verbunden, schrieb sie mehrere feuilletonistische Bücher über die Nordsee und die Ostsee. Von Sommer bis Herbst ist sie in Ahrenshoop mit literarischen Rundgängen unterwegs und betreibt dort ihre Ahrenshooper Schreibwerkstatt.
Die Veranstaltung findet in der Hansabibliothek statt (bei schönem Wetter im Bibliotheksgarten).