Die Schauspielerinnen Nele Rosetz und Katrin Röver lesen Auszüge aus den Tagebüchern von Maxie Wander und Brigitte Reimann. Die an Krebs erkrankten DDR-Autorinnen wurden beide im Klinikum Buch behandelt. Beide starben jung, beide hinterließen Tagebücher, deren Veröffentlichung in Ost und West große Aufmerksamkeit erregte. In ihren Aufzeichnungen hielten sie ihre Erfahrungen als Patientinnen, ihre Gedanken zum kranken Körper und Beobachtungen in der Klinik fest. Reimann und Wander standen zu Lebzeiten nicht in persönlichem Austausch. Unsere Lesung bringt ihre Tagebuchaufzeichnungen in einen Dialog.
Die Lesung ist Teil der Reihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten, die im September 2025 in Berlin-Buch fortgesetzt wird. Der Pankower Ortsteil war in der DDR ein bedeutender Medizinstandort und ist es bis heute. Buch ist jedoch auch Ort politischer Spannungen und prekärer sozialer Lagen. Mit den Begriffen „Berühren –Verletzen – Verbinden“ fragen wir danach, was Menschen in Berlin-Buch heute noch an der DDR-Geschichte berührt, welche Verletzungen fortdauern und was verbindend wirkt.