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Fotoausstellung // Über Bild und Raum

Kochhannstr. 14 10249 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Die Galerie hat Sa & So von 15:00 bis 18:00 für Euch geöffnet
The gallery is open Sat & Sun from 3pm to 6pm.
Freitag 10.02.2017 bis Sonntag 12.03.2017 - Anfangszeit: 15:00 Uhr
Kategorie: Kunst
FOR ENGLISH VERSION SEE BELOW
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Bereits zu Beginn der Fotografie wird diese begleitet von einer Diskussion um Wahrheit oder Fiktion, um Dokumentation und deren Interpretation. Eines der immer wiederkehrenden Bildmotive der Fotografie ist dabei die Architektur. An ihr können diese Begriffe eindrücklich dargestellt und zum Ausdruck gebracht werden. Zu fast allen Zeiten hatte die Architekturfotografie einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung der Geschichte und Theorie des Mediums Fotografie. Die aff Galerie präsentiert zwei fotografische Positionen zeitgenössischer Künstler, die sich im Spannungsfeld der beiden genannten Bereiche bewegen – Sarah Strassmann und Emanuel Raab. Die Ausstellung „Über Bild und Raum“ zeigt fotografische Arbeiten, die sich auf die Wahrnehmung und Interpretation von Architektur und konstruiertem Raum konzentrieren. Es werden Thesen zur Architektur und zu Räumlichkeit formuliert, aber auch eine Ambivalenz des fotografischen Bildes und des Mediums Fotografie vor Augen geführt.

Emanuel Raab macht sich das Phänomen einer abstrakten Bildwirkung durch die Erzeugung extremer Perspektiven, die Drehung des Bildes und ungewohnte Bildanschnitte in seiner Serie BildRaum zunutze. Ganz im Sinne der mediengerechten Auffassung Moholy-Nagys „Fotografie ist Lichtgestaltung“ interessiert Raab, wie der Umgang mit Licht in der Fotografie die Architektur im Bild verändert. So wie der Blick wird auch die Architektur vom Statischen durch das Dynamische abgelöst und mit der Ambivalenz des Sujets eine Offenheit für den Betrachter ermöglicht. Die sich verdichtende Wechselbeziehung zwischen Architektur und Medium in Gestaltung und Wahrnehmung führt zu Kippbildern zwei-und dreidimensionaler Wirkung. Der Bildraum wird zum beständigen Erfahrungsraum des nach Orientierung suchenden Blicks. Die Abstraktion bleibt trotz architektonischer Konkretion erhalten und die ästhetische Wahrnehmung von Architektur fokussiert.
Im Laufe der Serie nimmt der Grad der Reduktion und Abstraktion zu. Die nahezu monochrome Farbgestaltung einer blendenden Helle erinnert sowohl an transzendente als auch an virtuelle Räume. Wie bei den flirrenden Oberflächen von Screens scheint sich die taktile Grenze zu immaterialisieren.

Im Frühjahr 2015 begann Sarah Straßmann auf Einladung des Direktors des Museum Marta Herford eine Arbeit über die Räume hinter den Kulissen des Museumsbaus. Eine Fotoserie, die später im 10-jährigen Jubiläumsbuch des Museums erscheinen sollte. Die Fotografien dieser „Nichtorte“ versuchen den Raum zu erspüren, wiegen Licht und Schatten aus, zeigen Treppen, Dachboden und Keller, endlose Gänge, Türen, Aufzüge, Schächte, Rohre, Mauern und Abgründe. Während ihrer fotografischen Erkundungen wurde die Künstlerin im Zwischenboden der größten Museumsgalerie eingeschlossen. „Als Kind hatte ich immer diesen einen Traum der Verfolgung. Meist war es eine undefinierbare Gefahr, die mich quer durch ein Haus jagte, und ich wusste: Der Titel würde ‚The Chase’ sein!“, heißt es später bei Straßmann.
Die Arbeit „The Chase“ untersucht die Darstellbarkeit von Abwesenheit, Unsichtbarem und Unterbewusstem. Licht, Schatten, Spiegelungen, Oberflächen und Materialitäten entwickeln ein Eigenleben und tragen zu einer Raumgestaltung bei, die weit über das Abgebildete hinaus weist. Neben persönlichen Assoziationen werden das Verhältnis von Raum und Repräsentation beziehungsweise die Bedeutung von Raum als Ort von Erinnerung befragt.
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Since the discovery of photography it has been accompanied by discussions about truth and fiction, about documentation and its interpretations. One recurring genre well suited to elaborate these concepts of perception is architecture. It always had great significance in the developement of the history and theories on the photographic medium itself.
The aff gallery presents two contemporary photographic positions working with this tension between truth and fiction – Sarah Strassmann and Emanuel Raab.
The exhibition “About image and space“ shows their work focussing on perseption and interpretation of architecture and constructed space. They formulate theses on archicture and spaciousness aswell as pointing out the ambivalence within the photographic image.

In his series “Bild-Raum“ Emanuel Raab works with the phenomenon of abstraction through extrem perspectives, turning the image and the use of unusual framing. Following Moholy-Nagys media theory stating „photography is lighting design“ Raab is interested in how light affects change in perception of architecure through the image. As the view shifts from a static image to a more dynamic one he provoces ambiguity within the observer. The dense correlation of the architecture and its image through composition and reception culminates in reversible figures of two- and three-dimensional effects. The image space becomes a realm of experience for the always for orientation searching eye. Despite the remaining visibility of concret architecture the abstraction retains. The degree of abstraction grows even larger throughout the series into almost monochrome coloration with blinding brightness evoking thoughts of transcendent and virtual space. As in the shimmering surface of screens the tactile boundary seems to be disappearing.

Following an invitation of the director of the museum MARTa Herfort in spring of 2015 Sarah Strassmann begun to shoot behind the scene of the museum’s reconstruction. The series was supposed to be part of the 10th anniversary publication of the museum. The images of these “non-places“ try to get a sense of the atmosphere balancing out the variations of light and shade, showing staircases, the attic and basement, unending aisles, doors, elevators, shafts, pipes, walls and chasms. While she was exploring the space she got trapped in the intermediate floor of the largest museums gallery. “As a child I used to have this dream about getting chased. Most of the time it was an unknown danger hunting me through the house and I knew the title had to be “The Chase“, the artist would state later. The body of work “The Chase“ examines the presentability of absence, invisibility and the subconscious.
Light, shade, reflections, surfaces and materials develope their own independent existence and contribute to a composition pointing beyond the depicted. In addition to personal associations the relation between space and its representation aswell as the meaning of space as places of rememberance are being questioned.

von: aff Galerie

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