Der Weltklimarat warnt immer eindringlicher vor den Folgen des Klimawandels, der unsere Welt schon bald in eine ärmere und chaotischere verwandeln könnte. Verhindern lässt sich der nur, wenn ein Großteil der Kohle-, Öl- und Gasreserven im Boden bleibt.
Auf dem G7-Treffen im bayerischen Elmau haben die Industriestaaten die Dekarbonisierung ihrer Wirtschaft noch in diesem Jahrhundert angekündigt. Umweltorganisationen jubelten. Doch was die Ankündigung wert ist, hat sich in Deutschland schon kurz darauf gezeigt: Unter dem Druck von Kohlelobby und Gewerkschaften kippte die Regierung die geplante Klimaabgabe zugunsten eines windelweichen „Kohle-Kompromisses".
Warum genügt der Verweis auf Arbeitsplätze in der Kohleindustrie, billige Energie und Wirtschaftswachstum, um jede sinnvolle Klimapolitik im Keim zu ersticken? Reichen Appelle, Demonstrationen und Unterschriftensammlungen überhaupt aus, um einen raschen Kohleausstieg zu erkämpfen?
Oder braucht es radikalere Formen des Widerstands – angesichts der Gefahr des Niedergangs unserer Ökosysteme? Müssen wir dauerhaft Kohlebagger besetzen und Kraftwerke lahmlegen? Über die Strategien der Umwelt- und Klimabewegung im Zusammenhang mit dem deutschen Kohleausstieg sowie im Vorfeld der Klimakonferenz von Paris wollen wir in eineinhalb Stunden mit Gästen diskutieren, auch unter Teilnahme des Publikums.
Mit:
Katrin Ganswind (urgewald), Tobias Münchmeyer (stellv. Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace Deutschland), Alois Vedder (Leiter Politik WWF Deutschland), N.N. Moderation: Eva Mahnke und Benjamin von Brackel (klimaretter.info)