Im aktuellen Diskurs um Flucht und Migration werden Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten und sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge" gegeneinander aufgestellt. Außerdem wird der Kreis der „sicheren Herkunftsländer" erweitert. Diese Veranstaltung widmet sich der EU-Außengrenze Spanien sowie der aktuellen Situation von subsaharischen Migrant_innen in Marokko.
Tresor Ndjeyig, ein Flüchtling aus Kamerun, hat 2013 die marrokanisch-spanische Grenze überwunden und die Plattform "voix des migrants" gegründet. Er lebt seit zwei Jahren in Berlin, ist weiter aktiv im Kampf gegen das EU-Grenzregime und engagiert sich solidarisch für die Freund_innen, die im Transitstaat Marokko unter prekärsten Bedingungen festsitzen.
Carla Höppner war von Beginn an am Aufbau des „Watch-the-Med- Alarmphone", einer Hotline für Boatpeople beteiligt und arbeitet im Projekt zur Region Westliches Mittelmeer. Erst vor kurzer Zeit ist sie nach Berlin zurück gekehrt. Gemeinsam unterstützen "voix des migrants" und „Watch-the-Med - Alarmphone" migrantische Bewegungen in Marokko sowohl humanitär als auch politisch.
Die beiden Referent_innen werden innerhalb ihres kurzen Vortrags mit aktuellen Bildern einen ausgewogenen Überblick über die marokkanische Flüchtlingssituation und Bekämpfung der westlichen Mittelmeerroute geben. Anschließend wird genügend Zeit für individuelle Fragen sein.Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstraße 21, 10179 Berlin (U8: Moritzplatz) Zeit: 19-21 Uhr
Eintritt: Frei Anmeldung unter: kuerschner@bildungswerk-boell.de
Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.