Matthias Gálvez’ Malerei verhandelt Nähe nicht als erzählerisches Motiv, sondern als Zustand. In seinen aktuellen Arbeiten treten Figuren in unmittelbare Beziehung zueinander – und zum Betrachtenden. Gruppenszenen, Porträts und Selbstbilder erscheinen als verdichtete Konstellationen psychischer und körperlicher Präsenz. Die dargestellten Situationen wirken vertraut in ihrer Alltäglichkeit, bleiben jedoch ambivalent und offen. Gesten, Blicke und Haltungen erzeugen Spannungen, ohne sich eindeutig aufzulösen. Gálvez komponiert seine Bildräume aus fragmentierten, teils abstrakten Segmenten, die die Wahrnehmung der dargestellten Realität verschieben und irritieren. Nähe entsteht hier nicht durch Intimität im klassischen Sinne, sondern durch Konfrontation. Die Figuren behaupten ihre Präsenz als Gegenüber – unmittelbar, ungeschützt, und ohne Distanz.
Die Ausstellung läuft vom 6. März bis 25. April. Öffnungszeiten: Freitags und Samstags, 11-18 Uhr und nach Vereinbarung