Vortrag und Diskussion mit Beata Kozak - in Kooperation mit Städtepartner Stettin
Beata Kozak wird über ihre Kindheit- und Jugendjahre in Szczecin erzählen, in dem man noch in den 1970er Jahren viele postdeutsche, poniemieckie Spuren fand. Eiserne Türschlitze mit der Aufschrift „Briefe und Zeitungen”, deutsche Aufschriften, die an alten Mietshaeusern unter dem abbröckelnden Putz hervorschimmerten, klobige dunkle Möbel, die die polnischen Neusiedler, Heimkehrer genannt, in Stettiner Wohnungen 1945 vorfanden – das alles trug zu einer eigenartigen, „postdeutschen” Atmosphäre des Lebens in Stettin bei.
Sie wohnte bis zu ihrem Abitur 1986 in Stettin, danach studierte sie Germanistik und Slawistik an den Universitäten in Poznań und in Bonn. Nach dem Studienabschluss in Bonn 1995 zog sie nach Krakau, wo sie seit 1999 die einzige feministische Zeitschrift Polens, „Zadra” (= Splitter), leitet.