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Ausstellungseröffnung - „Moskau ist nicht Berlin - Schicksal eines Romans: Michail Bulgakows »Der Meister und Margarita«

Prenzlauer Allee 227/228 10405 Berlin - zum Stadtplan
Dienstag 10.03.2020 - Anfangszeit: 18:30 Uhr
Kategorie: Museen
Begrüßung:
Bernt Roder (Leiter Museum Pankow)
Danilo Vetter (Fachbereichsleitung Stadtbibliothek Pankow) Grußworte:
Sören Benn (Bezirksbürgermeister)
Oleg Ksenofontov [angefragt] (Erster Botschaftsrat im Referat für Kultur der Botschaft der Russischen Förderation in Deutschland)
Peter Mansilya-Kruz (Direktor Staatliches Michail-Bulgakow-Museum, Moskau)
Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e. V.) Einführung in die Ausstellung:
Margarita Augustin (Kuratorin, Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e. V.)
Marina Sawranskaja (Wissenschaftliche Kuratorin, Staatliches Michail-Bulgakow-Museum, Moskau) Musikalische Umrahmung:
Ekkehard Maaß singt Lieder von Bulat Okudshawa

ZUR AUSSTELLUNG: Den 80. Todestag des russischen Schriftstellers Michael Bulgakow zum Anlass nehmend, eröffnen das Museum Pankow und die Bibliothek am Wasserturm am 10. März 2020 im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner die Ausstellung Berlin ist nicht Moskau, die dort bis zum 6. September gezeigt wird.

Der Schriftsteller Michail Bulgakow (1891–1940) gilt als ein literarisches „Schwer­gewicht“ des 20. Jahrhunderts, sein letzter Roman »Der Meister und Margarita« als Meisterwerk, eine satirisch-groteske Aufnahme des Faust­motivs. Bulgakow schildert darin in einer allegorischen und witzigen, satirischen Weise das Leben in Moskau zu dieser Zeit, gerichtet gegen die starre, von Willkür geprägte Bürokratie sowie die Über­wachungs­praktiken und die Versorgungs­engpässe in der dogmatisch atheistischen Sowjetunion. Die Umstände der Entstehung und Publikation dieses Romans in der Sowjetunion und in Deutsch­land könnten als Stoff für einen Kriminal­roman dienen. Bulgakow arbeitete ab 1928 bis zu seinem Tod an diesem Roman, der jedoch erst 1966 in der Sowjetunion – stark zensiert – in der Literatur­zeitschrift Moskwa erscheinen durfte. Diese Zeitschrift wurde auch in deutschen Verlagen in der DDR und der BRD gelesen.

Der Pankower Thomas Reschke, damals Redakteur und Übersetzer beim DDR-Verlag Volk & Welt in Ost-Berlin, erkannte in dem Roman „ein ganz großes Ding“ und übersetzte auch dessen in der Sowjetunion zensierten Teile des Manuskripts. Um es in die DDR schmuggeln zu können, traf sich die Witwe Bulgakows, Jelena Sergejevna, konspirativ mit russischen und deutschen Dichtern, Musikern, Journalisten, Übersetzern und Herausgebern.
1968 erschien Meister und Margarita erstmals – wiederum zensiert – in der DDR und wurde vom dortigen Publikum geradezu verschlungen.

Auch nach der deutschen Wieder­vereinigung haben die Texte Bulgakows nichts an Aktualität verloren. Davon zeugen die neuen Über­setzungen seiner Romane, die hohen Auflagen seiner Bücher, zwei Opern, Einflüsse in der Rockmusik und eine Vielzahl von Theater­stücken, die auf deutschen Bühnen aufgeführt wurden und werden.

Zur Erinnerung an das literatur­geschichtlich wichtige Ereignis der ersten bersetzung wurde die Ausstellung Moskau ist nicht Berlin 2018 im STAATLICHEN MICHAIL-BULGAKOW MUSEUM (Moskau)
gezeigt, das an den Autor erinnert und sein literarisches Werk bewahrt und erforscht. Anlässlich der Russischen Kulturtage 2019 entwickelte das Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e. V. in Kooperation mit dem Internationalen Graduiertenkolleg 1956 eine deutsche Adaption dieser Ausstellung, die nun in erweiterter Form erstmals in Berlin präsentiert wird.

Ein Projekt des Museums Pankow und der Bibliothek am Wasserturm

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
In Kooperation mit dem Staatlichen Michail-Bulgakow-Museum (Moskau), dem Internationalen Graduiertenkolleg 1956 (Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘) und dem Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e. V.

von: katy

Bilder aus Berlin

 
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