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KGB-Kunstwoche 2021

Berlin - Berlin
Freitag 03.09.2021 bis Sonntag 12.09.2021 - Anfangszeit: 10:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Mit einem abwechslungsreichen Programm präsentieren die Kommunalen Galerien Berlin in der achten KGB-Kunstwoche die Vielfältigkeit der Berliner Kunstszene.

Vom 3. bis 12. September 2021 geben stadtweit Ausstellungen, Performances, Workshops, Artist Talks, Konzerte, Fahrradtouren, Spaziergänge u. v. m. Einblicke in die lebendigen Orte der Kunstproduktion Berlins.

Das Herzstück der KGB-Kunstwoche sind die Ausstellungen und Begleitveranstaltun­gen in 33 Galerien, in denen über 250 Künstler:innen Arbeiten diverser Kunstgattungen zeigen, wie Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Video, Installationen sowie Sound- und Performancekunst.

In mehreren Ausstellungen bilden die Veränderungen sowie Folge­erscheinungen der Corona-Pandemie den Fokus der künstlerischen Recherche und Auseinandersetzung. Die Gruppenausstellung „New Normal. Normalität und künstleri­sche Arbeit. Tendenzen – Prozesse – Strategien“ in der Kommunalen Galerie Berlin (Charlottenburg-Wilmersdorf) reflektiert beispielsweise die Auswirkungen der gegen­wärtigen Verschiebungen auf die künstlerische Praxis. In der Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst gehen die Rauminstallation „A Movement Research Center“ von Isabel Lewis und die Performance-Reihe „Movement Research | Testplatz Wedding“ den Transformationen von Bewegung und Körperwahrnehmung im Zusam­menhang mit sozialen und urbanen Veränderungen nach. Mit den Konsequenzen der pandemischen Ausnahmesituation für Arbeit und Liebe beschäftigt sich die Ausstellung „Liebe und Erschöpfung“ von Anike Joyce Sadiq und Konstanze Schmitt in der Galerie im Turm (Friedrichshain-Kreuzberg).

Andere Ausstellungen fokussieren Themen wie Herkunft und Identität. „Studio Bosporus – Festival 10 Jahre Kulturakademie Tarabya“ im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien setzt sich mit den engen historischen wie aktuellen Verbindungslinien zwischen der Türkei und Deutschland auseinander. Der queere Ma­ler und Performancekünstler Martin von Ostrowski widmet sich in „Koloniale Fragmente“ im ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst (Spandau) historischen Fotografien der deutschen Kolonialgeschichte und hinterfragt eine Bildkultur, die weit bis ins 20. Jahrhundert zur Tradierung kolonialer Geschichte diente.

Insgesamt zehn Ausstellungseröffnungen werden im Zeitraum der KGB-Kunstwoche in den Kommunalen Galerien Berlin gefeiert. Im Schloss Biesdorf (Marzahn-Hellersdorf) beschäftigt sich beispielsweise „Werterauschen“ ab dem 5. September mit dem Begriff des Wertes als ökonomische, soziale und technologische Konstruktion. Ökologische und soziale Strukturen spielen ab dem 3. September im transnationalen und intermedi­alen Ausstellungsdialog „Sandsturm – And Then There Was Dust“ zwischen Künst­ler:innen und Kollektiven aus Iran, Irak und Türkei in der Neuköllner Galerie im Körner­park eine zentrale Rolle. Die Ausstellung „Hiersein, Being Here, ןאכ תויהל“ zeigt sieben zeitgenössische Perspektiven auf das deutsch-jüdische Stadtleben, in denen individu­elle und kritische Sichtweisen auf Familie, Herkunftsorte, Identitäten und die jüdische und deutsche Geschichte thematisiert werden (ab 5. September in der Kommunalen Galerie Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf). In „Dear Käthe“ sind ab dem 3. September Arbei­ten der beiden Fotokünstlerinnen Claudia Balsters und Hannah Goldstein zu sehen, die sich mit Biografien und Werken prominenter Künstler:innen beschäftigen und im Sinne einer aktiven Aneignung eigenständige fotografische Werke produzieren, die die Ideen der Anderen in die Gegenwart transformieren (Galerie im Tempelhof Museum).

Das Rahmenprogramm der KGB-Kunstwoche ergänzt den Kunstgenuss mit ver­schiedenen Veranstaltungsformaten.

Ein Highlight sind die KGB-Touren, an denen Interessierte vom 3. bis 5. September zu Rad oder am 4. September spazierend teil­nehmen können. Die Fahrradtouren führen auf acht verschiedenen Routen durch nahezu alle Berliner Bezirke und verknüpfen damit den Besuch von drei bis fünf Ausstellungen einschließlich Führungen, bei denen Galerieleiter:innen, Kurator:innen und Künstler:innen laufende Ausstellungen präsentieren und die jeweiligen Pro­grammschwerpunkte vorstellen. Als zusätzliches Tourenangebot bieten in diesem Jahr fünf Spaziergänge durch Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Mitte, Pan­kow, und Spandau kompakte Kunsterlebnisse, die einen guten Eindruck des Kunst­geschehens in den jeweiligen Kiezen vermitteln.

Gänzlich neu in diesem Jahr ist KGB-Young, das sich mit 14 Workshops an Kinder und Jugendliche allen Alters wendet. Täglich können sich junge Menschen z. B. in der Fotografie, der Aquarell-Malerei, der Comic-Zeichnung oder der sinnlichen Kunsterfahrung ausprobieren.

Der KGB-Themenabend am 8. September setzt die Veranstaltungsreihe „Kultur in nervösen Zeiten“ fort und widmet sich dem Thema der Diskriminierung. Unter dem Titel „Diskriminierungskritische Kunstarbeit in den Kommunalen Galerien Berlin?“ diskutieren Expert:innen, Vertreter:innen von kommunalen Galerien und Kunst- und Kulturproduzent:innen Fragen rund um In- und Exklusion im „Betriebssystem Kunst“. Die Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt wird per Livestream auf www.kgberlin.net übertragen.

Mit KGB-Sounds findet die KGB-Kunstwoche am 12. September ihren krönenden Abschluss. Drei Künstler:innenbands und ein intergalaktisches Duo kommen auf Rädern an verschiedenen Orten zu Open-Air-Konzerten zusammen. Dabei sind getHIGHfiona mit einem Sound aus Jazz, Afro- und Balkaneinflüssen; die Berliner Band Kuhratohr bietet ein besonderes Hörkunsterlebnis ganz im Sinne des Konzept-Pep; und The Magic Ray verbindet Natur- und Tierstimmen mit rockigen, poppigen und noisigen Klängen. Das Duo BUBUBUBUBUBUBU kreiert, spielt, überträgt uni­verselle Klänge und Musik, die durch das Herz fließen.

Das detaillierte Programm der KGB-Kunstwoche 2021 ist zu finden unter: http://www.kgberlin.net/

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien

von: KGB Redaktion

Mehr Infos im Internet:

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